Kita in bewegten Zeiten - Trägerfachtag der LIGA Thüringen am 6. Mai 2026

Wie kann die Kindertagesbetreuung in Thüringen angesichts sinkender Kinderzahlen, wachsender regionaler Unterschiede und steigender Anforderungen zukunftsfähig gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Trägerfachgespräch Kita der LIGA Thüringen am 6. Mai 2026 in Erfurt. Unter dem Titel „Kita in bewegten Zeiten – den Transformationsprozess gemeinsam gestalten“ kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Trägerschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Verbänden zusammen, um aktuelle Entwicklungen einzuordnen und gemeinsam über Lösungsansätze zu diskutieren.

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Roadshow Heilerziehungspflege - Erste Station in Bad Salzungen

Wie können Berufsberatung und Arbeitsvermittlung junge Menschen authentisch für die Heilerziehungspflege begeistern? Genau darum geht es bei unserer Roadshow Heilerziehungspflege gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Thüringen Südwest. Statt Hochglanzbroschüren stehen echte Einblicke in den Arbeitsalltag der Eingliederungshilfe im Mittelpunkt.

Am 6. Mai waren Mitarbeitende der Agentur für Arbeit zu Gast beim AWO Teilhabedienst Wartburgkreis in Bad Salzungen. Ziel der Roadshow ist es, den Kolleginnen und Kollegen aus Berufsberatung und Vermittlung einen praxisnahen Eindruck vom Berufsfeld zu vermitteln, damit sie ihre Kundinnen und Kunden später authentisch informieren und beraten können.

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Stellungnahme zum Entwurf eines Fünften Gesetzes zur Änderung des Thüringer Kindergartengesetzes

Die LIGA Thüringen hat zum Entwurf eines Fünften Gesetzes zur Änderung des Thüringer Kindergartengesetzes Stellung genommen. Dabei setzen wir uns mit den Gesetzentwürfen der Fraktionen von CDU, BSW und SPD sowie der Fraktion Die Linke auseinander (8/3127 Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU, des BSW und der SPD und Drs. 8/748 Gesetzentwurf der Fraktion Die Linke).

Wir begrüßen die Absicht, auf die tiefgreifenden Veränderungen durch den demografischen Wandel zu reagieren und kleine Kindertageseinrichtungen im ländlichen Raum zu unterstützen. Zugleich sehen wir im Entwurf von CDU, BSW und SPD erhebliche Risiken für Träger, Einrichtungen und Familien. Besonders kritisch bewerten wir die geplante stundengenaue Elternbeitragsabrechnung, da sie aus unserer Sicht zu mehr Bürokratie, finanzieller Unsicherheit und Qualitätsverlust führen kann.

Positiv bewerten wir am Entwurf der Fraktion Die Linke den Fokus auf eine strukturelle und nachhaltige Qualitätsentwicklung in der frühkindlichen Bildung. Aus unserer Sicht braucht es eine verlässliche Finanzierung, klare gesetzliche Regelungen, die Einbindung bestehender Fachstrukturen sowie nachhaltige Instrumente wie einen Sozialindex für Kindertageseinrichtungen. Ziel muss sein, Stabilität, Qualität und Planungssicherheit in der Thüringer Kindertagesbetreuung zu sichern.

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Stephan Panhans, LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen und Katja Maurer, Vorsitzende des Landesverbandes Die Linke Thüringen

11. Thüringer Sozialgipfel – die Veranstaltung vom 17.03.2026 zum Nachlesen

Wie kann soziale Infrastruktur in Thüringen so geplant werden, dass sie den tatsächlichen Bedarfen der Menschen gerecht wird und demokratische Teilhabe stärkt? Mit dieser Frage hat sich der 11. Thüringer Sozialgipfel am 17. März 2026 im Thüringer Landtag beschäftigt. Rund 160 Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Wohlfahrtspflege, Wissenschaft und Zivilgesellschaft haben dabei über Herausforderungen, Lösungsansätze und konkrete Perspektiven für eine sozial gerechte Entwicklung in Thüringen diskutiert.

Die Tagungsdokumentation bündelt die wichtigsten Inhalte und Ergebnisse der Veranstaltung. Sie ordnet die zentralen sozialpolitischen Herausforderungen ein, fasst den Fachvortrag von Prof. Dr. Wunderlich zusammen und gibt einen Überblick über die Ergebnisse der sechs Workshops.

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Stellungnahme zu den Anträgen Gesundheitskompetenz stärken (DS 8/1211, Die Linke) und Personal und Ressourcen entlasten (DS 8/1868 CDU, BSW, SPD)

Die LIGA Thüringen hat im Anhörungsverfahren zu den Anträgen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz und zur Verbesserung der Patientensteuerung im Thüringer Gesundheitswesen Stellung genommen. In unserer Stellungnahme konzentrieren wir uns insbesondere auf die Auswirkungen für Menschen mit Behinderungen, psychischen Erkrankungen und Suchterkrankungen.

Aus unserer Sicht können Maßnahmen wie eine stärkere Gesundheitskompetenz, digitale Angebote und neue Steuerungsinstrumente grundsätzlich zur Verbesserung der Versorgung beitragen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass neue Barrieren entstehen, wenn diese nicht konsequent inklusiv gestaltet werden. Wir betonen daher die Bedeutung barrierefreier Informationen, persönlicher Unterstützungsstrukturen wie Patientinnenlotsinnen sowie den Erhalt analoger Zugangswege.

Zudem weisen wir darauf hin, dass strukturelle Probleme im Gesundheitssystem, etwa fehlende Versorgungsangebote oder mangelnde Koordination, nicht allein durch individuelle Steuerung gelöst werden können. Entscheidend ist aus unserer Sicht eine bessere Verzahnung von medizinischer, sozialer und psychosozialer Versorgung, um insbesondere vulnerable Gruppen verlässlich zu erreichen.

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