Qualität hat Vorfahrt

Zentrale Voraussetzung für die Wiedereröffnung der Kindertageseinrichtungen ist die Beachtung der Vorgaben des Infektionsschutzes. So wird nach § 5 i.V.m. § 7 ThürSARS-CoV-2-MaßnFortentwVO u.a. ein schriftliches Hygiene-, Abstands- und Infektionsschutzkonzept (Infektionsschutzkonzept) gefordert, in dem die Einhaltung der Infektionsschutzregeln nach den §§ 3 und 4 konkretisiert und dokumentiert werden.

Ein entsprechendes Muster, welches allen Vorgaben des TMASGFF sowie des TMBJS entspricht, finden Sie hier zum Download.

Podiumsdiskussion mit Abgeordneten des THL

Die LIGA Verbände machen sich in der Diskussion um das Thüringer Kindertagesbetreuungsgesetz dafür stark, dass die Qualität „Vorfahrt“ hat. Beispielhaft sind die Verbesserung der Personalschlüssel, die Erweiterung der Leitungsanteile und die Sicherung der Personalkontinuität zu benennen.

Der Ausfall von Personal durch Krankmeldungen und Beschäftigungsverbot stellt die Kindertageseinrichtungen immer wieder vor große Herausforderungen. Dies erfordert von Trägern und Leitung ein am Kindeswohl orientiertes bedachtes Vorgehen.

Mit dieser Checkliste möchte die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege eine Unterstützung für den Umgang mit Personalengpässen anbieten. Diese wurde mit den Kommunalen Spitzenverbänden und dem TMBJS abgestimmt und trägt somit konsensualen Charakter.

Neue Studie der Bertelsmann-Stiftung stützt Forderungen der LIGA der Freien Wohlfahrtsverbände nach besseren Rahmenbedingungen in den Thüringer Kitas

Erfurt, 28/08/2017 Die Bertelsmann-Stiftung kommt in der Auswertung ihres Ländermonitors 2017 zu dem Ergebnis, dass Thüringen im Fachkraft-Kind-Schlüssel in Kitas unter den 16 Bundesländern zu den Schlusslichtern gehört. Die Studie stützt damit die Forderungen der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V. nach Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität der Betreuung in hiesigen Einrichtungen.

Jena, 22. August 2017. „Die Kinder haben mich auch gleich mitspielen lassen.“ Christoph Matschie, Ex-Bildungsminister Thüringens, Ex-Vizeministerpräsident, strahlt, als er von seinem Praktikumsvormittag in der Kita „Frechdachse“ in Jena erzählt. „Vor Ort“ macht er sich – wie andere Landespolitiker auch – derzeit ein Bild von den Arbeitsbedingungen in den Thüringer Kitas, die nach Meinung der Wohlfahrtsverbände im Freistaat dringend verbesserungsbedürftig sind. „Qualität hat Vorfahrt“ heißt die Kampagne, in der die Praktika ein Baustein sind. Ein anderer sind 15.000 Postkarten und Flyer, auf denen Eltern die Forderungen der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege unterstützen und die an diesem Mittwoch an Bildungsminister Helmut Holter (Linkspartei), Landtagspräsident Christian Carius (CDU) und den Vorsitzenden des Bildungsausschusses, Manfred Grob (CDU) übergeben.

 

Landtagsvizepräsidentin Margit Jung (LINKE) zum Praktikum im DRK-Kindergarten in Neustadt an der Orla Thüringen

Erfurt, 04.08.2017 Margit Jung zeigte sich sehr beeindruckt von der Arbeit der Leiterin der integrativen DRK-Kita „Gänseblümchen“ Martina Gerner und der dort tätigen Pädagoginnen: „Man merkt gleich beim Betreten der Einrichtung, dass hier das Klima stimmt.“ Sowohl das pädagogische Konzept als auch die Gestaltung der Einrichtung überzeugten die Politikerin, die vor ihrem Landtagsmandat bei der Volkssolidarität für Kindergärten in deren Trägerschaft verantwortlich war. Margit Jung kennt sich also aus auf dem Gebiet der Kindertagesstätten.

CDU-Generalsekretär Raymond Walk absolvierte ein Praktikum in Eisenacher Kindergarten

Eisenach/Erfurt, 12.07.2017 Raymond Walk, der CDU-Generalsekretär, war beeindruckt: „Ich komme von der Polizei. Ihnen und den Kolleginnen geht es ähnlich – sie sind am Limit angelangt.“

Walk hatte zuvor in der Kita „Spielkiste“ in Eisenach im Rahmen der aktuellen Kita-Aktion der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege ein Praktikum absolviert. Dabei hatte er sich selbst ein Bild von den Belastungen gemacht, denen die pädagogischen Fachkräfte ausgesetzt sind. In einer Kindergruppe unterstützte er die Mitarbeiterinnen nach der Mittagspause beim Aufstehen der Kinder und beim Zubereiten und Austeilen der Vesper. Danach sagte er voller Anerkennung für den Beruf: „Jetzt weiß ich, was ein Personalschlüssel ist.“