Erleichterung in der Kindertagesbetreuung: Flexibilität und Planbarkeit für Familien und Kitas bleibt gesichert

von Peter Kießling

Erfurt, 26.06.2026 | Die Wohlfahrtsverbände atmen auf: Die geplante stundenweise Berechnung von Elternbeiträgen und Personalschlüsseln ist vom Tisch. Für die Träger bedeutet dies weiterhin eine verlässliche Personalplanung, während Familien von klar kalkulierbaren Beiträgen ohne bürokratischen Kontrollaufwand profitieren. „Der Bürokratiemelder funktioniert“, so Lars Oschmann der Vorsitzender der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen. Die LIGA hatte in ihrer Stellungnahme und in der Anhörung im Bildungsausschuss des Landtages eindringlich vor negativen Folgen einer stundengenauen Abrechnung gewarnt. Dies hätte nicht nur zu einem massiven bürokratischen Mehraufwand geführt, sondern auch die Wirtschafts- und Personalplanung der Träger destabilisiert. Die Verlässlichkeit der Betreuungsangebote, insbesondere in Randzeiten, wäre dadurch gefährdet.

Die gestrige Entscheidung des Thüringer Landtages erhält ein bedarfsgerechtes und flexibles Bildungs- und Betreuungsangebot. „Dies ist ein richtiger Schritt, um neben den demografischen Herausforderungen nicht noch ein weiteres Problemfeld zu eröffnen“ so Lars Oschmann.

Der Vorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege blickt nach vorn: „Nachdem diese Hürde genommen ist, richten wir den Blick auf die langfristigen Aufgaben: Wir freuen uns darauf, die Herausforderungen des demografischen Wandels sowie die langfristige Qualitätssicherung und -entwicklung der Kitas im Rahmen der AG Zukunft aktiv mitzugestalten.“

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