Fachtag Jugendhilfe 3.0 - Qualifizierung der Mitglieder der örtlichen Jugendhilfeausschüsse in Thüringen am 15.06.2016

Seit 2013 bietet die LIGA-Thüringen gemeinsam mit dem Landesjugendring Thüringen allen Mitgliedern der örtlichen Jugendhilfeausschüsse in Thüringen eine Plattform zum Austausch aber auch fachliche Unterstützung für die Bewältigung der Herausforderungen in der Arbeit in den Jugendhilfeausschüssen. Dabei geht es stets um ein aktiv zu gestaltendes Gemeinwesen vor Ort, dem Analysieren von demokratischen Mitwirkungsmöglichkeiten und dem Erkennen von Potentialen zur Weiterentwicklung der Jugendhilfe.

 

Am 15.06.2015 wurde im Rahmen des Fachtags Jugendhilfe 3.0, in der Fachhochschule Erfurt, der Schwerpunkt auf den Konflikt zwischen Bundes-, Länder und Kommunalrecht gelegt.

 

Mitglieder der Jugendhilfeausschüsse unterliegen häufig Zwängen und Abhängigkeiten, welche die Umsetzung des Auftrags des SGB VIII erschweren oder sogar blockieren können. Konkret ist die Arbeit im Jugendhilfeausschuss in den über 600 Jugendämtern in Deutschland sehr unterschiedlich organisiert. Zwar gibt das SGB VIII bundeseinheitliche Rahmennormen vor, doch das „Nähere“ (§ 71 Abs. 3) wird durch Landesrecht geregelt. Landesspezifische Konkretisierungen finden sich auch in den Landkreisordnungen und Gemeindeordnungen. In aller Regel finden diese Vorgaben dann weitere Präzisierungen in den „Jugendamtssatzungen“ der Kommunen. Und dann gibt es noch manche Gepflogenheiten und Praktiken, die oft für konkrete Abläufe von großer Bedeutung sind, die sich aber nirgendwo schriftlich niedergelegt finden, sondern die einfach überkommene Praxis sind.

 

Gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner, dem "Vater" des SGB VIII, wurde im Rahmen des Fachtags dieses Spannungsfeld diskutiert.

 

 

Darüber hinaus hat Herr Wiesner den Teilnehmenden sehr anschaulich und unterhaltsam das besondere Amt – das Jugendamt vorgestellt und die Idee des JHA, als „Störelement“ im politisch administrativen Gefüge der Kommunalverwaltung, verdeutlicht.

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II. Modul der Qualifizierungsreihe Kooperative Sozialplanung am 11./12. März 2016

„Stören Sie gelegentlich die Trägheit der öffentlichen Verwaltung“, riet der Hauptreferent des vorangegangenen Moduls der Qualifizierungsreihe den anwesenden VertreterInnen der Freien Wohlfahrtspflege. Diesen Aufruf nahmen die TeilnehmerInnen kurzerhand zum Anlass, um an zwei Tagen intensiv die konkrete Ausgestaltung von Sozialplanung sowie mögliche Beiträge der freien Träger zu diskutieren.

 

 

Gemeinsam mit der Referentin Uta Riegel (Landkreis Fulda und Verein für Sozialplanung) setzten sich die VertreterInnen der freien Träger mit den konkreten Planungsschritten auseinander. Konkret entwickelten sie dabei Themen und machten sich über Formen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung Gedanken. Am Beispiel der aktuellen Umstrukturierungen in der Eingliederungshilfe erläuterten dies mehrere Teilnehmer. „Wir müssen die Menschen in das normale Leben begleiten und schauen, was sie dazu konkret vor Ort in ihrem Sozialraum weiter brauchen: sei das im Bereich Arbeit, Wohnen oder Leben. Das geht nur gemeinsam“.

 

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Fachtag: Vom Konzept zur Umsetzung – Sozialraumorientierung in der Sozialen Arbeit in Thüringen vom 14.01.2016

Erfurt. Thomas Kranke weiß, wie Arbeit im Quartier funktioniert. Kranke ist bei der Neuen Arbeit Thüringen e.V. Leiter des ThINKA-Projektes im Landkreis Schmalkalden-Meiningen und im Meininger Stadtteil „Jerusalem“ unterwegs. Er holt die Menschen dort ab, wo sie sind, er organisiert Freizeitangebote, schöpft vorhandene Ressourcen aus, verzweifelt manchmal aber auch an den bürokratischen Hürden, die ihm in den Weg gelegt werden. „Kreative Lösungen“ müssen dann gefunden werden, nicht nur in Meiningen, sondern auch in Gera, so die Sozialdezernentin der Stadt,  Sandra Schöneich, beim Fachtag der LIGA zur „Sozialraumorientierung in der sozialen Arbeit in Thüringen.“

 

 

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Fachtag: 2. LIGA-Fachtag Sozialraumorientierung am 14.01.2016

Datum: Donnerstag, 14.01.2016
Ort: Deutsche Rentenversicherung (DRV)
Mitteldeutschland
Kranichfelder Straße 3
99097 Erfurt

Die LIGA Thüringen bemüht sich seit 2015 die Umsetzung von Sozialraumorientierung in Thüringen voranzubringen.

Der erste Fachtag fand im Mai 2015 statt und widmete sich den konzeptionellen Grundlagen des Arbeitsprinzips Sozialraumorientierung. Anhand von Beispielen aus der Thüringer Praxis wurden die Bedeutung für die praktische Arbeit und der Nutzen für die KlientInnen diskutiert.

 

Fachtag II, 14.01.2016

 

Der zweite Fachtag öffnet die Diskussion für weitere Akteure in Thüringen.

 

Als Hauptreferentin konnten wir Frau Dr. Maria Lüttringhaus gewinnen. Als Leiterin des Instituts für Sozialraumorientierung, Quartier- und Case-Management in Essen begleitet sie seit vielen Jahren freie wie öffentliche Träger bei der Umsetzung von sozialraumorientiertem Arbeiten. Im Anschluss möchten wir mit VertreterInnen aus freien und öffentlichen Trägern die notwendigen Rahmenbedingungen und Wege der Umsetzung in Thüringen diskutieren. Angesichts der aktuellen Brisanz werden insbesondere Chancen für eine sozialräumliche Integration von Flüchtlingen in Thüringen in den Blick genommen.

 

LIGA-Fachtag: Betreuung unbegleiteter minderjähriger ausländischer Kinder und Jugendlicher in den Einrichtungen der stationären Jugendhilfe am 11. November 2015

Datum:

11. November 2015

Ort:
Kulturforum Haus Dacheröden
Anger 37
99084 Erfurt
Seit einiger Zeit steigt die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland und damit verbunden auch die Zahl unbegleiteter minderjähriger ausländischer  Kinder und Jugendlicher (UMA). Die Versorgung dieser Kinder und Jugendlichen stellt die Thüringer Landkreise, kreisfreien Städte und auch die freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe vor große Herausforderungen.

 

Grundlage für die Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen soll perspektivisch eine Aufnahmequote nach dem Königsteiner Schlüssel sein. Für diese Neuregelung muss u. a. das SGB VIII geändert werden. Diese Änderungen sollen bereits am 1. Januar 2016 in Kraft treten - voraussichtlich mit einer Übergangsregelung von drei Monaten für die Verpflichtung der Umsetzung der vollständigen Aufnahmequote.

 

Ausgehend von den aktuellen Flüchtlingszahlen ist damit zu rechnen, dass ca. 1.000 UMA Thüringen zugewiesen werden und durch entsprechende Clearing-, Inobhutnahme- und Nachfolgeeinrichtungen betreut werden müssen.

 

Das Land Thüringen, die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe, die freien Träger und die LIGA-Verbände wollen und werden gemeinsam diese Herausforderungen meistern.

 

Ausgehend von der aktuellen Situation in Thüringen werden in der Fachtagung die Entwicklungen hinsichtlich des Gesetzgebungsverfahrens zur Änderung des SGB VIII und im Freistaat Thüringen dargestellt. Die Schwerpunkte hierbei liegen zum einen auf den Auswirkungen der Änderungen im SGB VIII und zum anderen auf Fragen zum Asylrecht und zu den Rechtsansprüchen im Allgemeinen. Um hierbei konkrete Ansatzpunkte für die weiteren Diskussionen zu haben, werden VertreterInnen verschiedener Jugendhilfeträger über ihre praktischen Erfahrungen berichten, die sie in ihrer Arbeit mit der Betreuung unbegleiteter minderjähriger ausländischer Kinder und Jugendlicher gemacht haben.

 

Mit einem breiten Workshop-Angebot wird im weiteren Verlauf der Fachtagung ein praxisnaher Austausch u.a. zum Umgang mit Traumatisierung, zur Bedeutung von Religion und Kultur nach Fluchterfahrung als Stabilitätsfaktor in einer von Unsicherheit geprägten Lebensphase und zu Themen wie Fachkräfte und Beschulung angeregt. Hier besteht ebenfalls ausreichend Raum, um entsprechende konzeptionelle Grundlagen und Rahmenbedingungen für Thüringer Einrichtungen zu entwickeln und diskutieren.

 

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