Projektdokumentation und LIGA-Machbarkeitsstudie

Evaluation des Kompetenzzentrums Strategische Sozialplanung für die Projektphase 2015-2017

 

Seit dem 1. Januar 2015 fungiert das EFS-geförderte „Kompetenzzentrum Strategische Sozialplanung (KOSS)“ als Partner für alle sozialplanungsrelevanten Prozesse innerhalb Thüringens, die unter Beteiligung freier Träger organisiert werden. Das Kompetenzzentrum agiert dabei auf unterschiedlichen Ebenen mit sehr verschiedenen Instrumente der fachlichen  Unterstützung, Qualifizierung,  Beratung  und  Prozessmoderation. Mit der vorliegenden Evaluation der ersten drei Jahre des Projekts wird systematisch aufgearbeitet, mit welchen Instrumenten sich eine beteiligungsorientierte Sozialplanung in Thüringen organisieren lässt und welche Herausforderungen sich daraus für die zukünftige Arbeit ableiten lassen.

 

 

 

Die LIGA-Machbarkeitsstudie 2012

 

Von September 2010 bis Februar 2012 führte ein dreiköpfiges Studienteam unter der Leitung von Herrn Andreas Beck im Auftrag der in der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Thüringen organisierten Wohlfahrtsverbände die Machbarkeitsstudie „Strategisches Zentrum für Sozialplanung“ durch. Diese wurde durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit gefördert.

 

Einen Hintergrund der Studie bildete die in Thüringen regional sehr unterschiedlich verlaufende demografische Entwicklung. Der durch das Thüringer Landesamt für Statistik bis zum Jahr 2030 prognostizierte Bevölkerungsrückgang von aktuell 2,25 Millionen auf 1,8 Millionen Menschen betrifft insbesondere den ländlichen Raum, verschärft dort multiple soziale Problemstellungen und stellt die soziale Daseinsvorsorge in diesen Regionen vor große Herausforderungen. Hilfebedarfe verändern sich, der Fachkräftebedarf und weitere Konsequenzen treten immer deutlicher in Augenschein. Vor diesem Hintergrund steigt sowohl bei den Freien Trägern wie auch in der öffentlichen Verwaltung der Planungs- und Koordinationsbedarf.

 

Die Studie beschäftigte sich insbesondere mit den Fragen, inwieweit Freie Träger aktuell langfristige Strategien entwickeln und wie sie in die langfristige Entwicklung der Sozialen Infrastruktur eingebunden sind. Weitere Fragen betrafen den Lern- und Unterstützungsbedarf innerhalb der LIGA Strukturen. Zudem widmete sich die Studie, dem LIGA Selbstverständnis von gelebter Subsidiarität folgend, Fragen der Beteiligung von BürgerInnen als ExpertInnen in eigener Sache.

 

Als ein zentrales Ergebnis empfahl die Studie der LIGA die Etablierung eines „Strategisches Zentrum für Sozialplanung".

 

Diesen Empfehlungen folgte die LIGA mit der Etablierung des KOSS.

 

Strategische Sozialplanung

Dr. Felix Wilke
 
(0361) 511499-20
Mandy Herzer
 
(0361) 511499-20

Das Kompetenzzentrum Strategische Sozialplanung wird gefördert durch: