15.000 Kita-Postkarten wurden am 23.08. im Landtag übergeben. +++ mehr dazu unter Aktuelles ***

Staffelstabübergabe beim PARITÄTISCHEN Thüringen

Staffelstabübergabe beim PARITÄTISCHEN Thüringen: Der langjährige Geschäftsführer Reinhard Müller tritt zum 31. Dezember in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Stefan Werner, bisher stellv. Direktor der PARITÄTISCHEN BuntStiftung. Bei einer Festveranstaltung an diesem Montag in Neudietendorf würdigen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft, darunter Ministerpräsident Bodo Ramelow und seine Vorgängerin Christine Lieberknecht, die Verdienste Müllers um die Gestaltung der sozialpolitischen Landschaft in Thüringen.

 

 

Seit 1992 war Müller Landesgeschäftsführer des PARITÄTISCHEN. Der PARITÄTISCHE ist heute in Thüringen der größte Wohlfahrtsverband. Fast 350 Mitgliedsorganisationen sind unter seinem Dach vereint, sie haben mehr als 30.000 Beschäftigte.

 

Die Nachfolge Müllers als Landesgeschäftsführer und Direktor der PARITÄTISCHEN BuntStiftung wird sein bisheriger Stellvertreter als Stiftungsdirektor, Stefan Werner (41). Seit 2003 ist Werner beim PARITÄTISCHEN Thüringen tätig, zunächst als Referent für Armutsfragen, Gemeinwesenarbeit, Bildung und Öffentlichkeitsarbeit. Seit 2009 war er Profiler des PARITÄTISCHEN Thüringen und damit verantwortlich für Pressearbeit, Kommunikation und Profilbildung des Verbandes. Zuletzt war er stellv. Direktor der PARITÄTISCHEN BuntStiftung. Der Erfurter Stefan Werner engagiert sich auch in seiner Heimatstadt vielfältig ehrenamtlich im sozialen und soziokulturellen Bereich.

 

Mehr dazu auf den Seiten des PARITÄTISCHEN Thüringen unter http://shortlinks.de/36j8

7. LIGA-Reflexionstreffen Kita- Fachberatung am 7.12.2016 im DRK-Landesverband in Erfurt

Unter dem Thema „Die RICHTIGE Methode für das RICHTIGE Team“ trafen sich ca. 40 KITA-FachberaterInnen aus Thüringen zum diesjährigen Erfahrungsaustausch. Als Refenentin agierte Frau Nathalie Himmel.

 

 
Ziele der Veranstaltung:


Im ko-konstruktiven Prozess Antworten auf folgende Fragen finden:

  • Ko-Konstruktion als Bildungsverständnis des Thüringer Bildungsplanes heißt Ko-Konstruktion  als methodische Arbeitsweise der Fachberatung: Wie ist das umsetzbarbar?
  • Welche Rolle spielt Methodik, wenn es darum geht Teams zu Veränderungsprozessen anzustoßen bzw. sie darin zu begleiten?
  • Wenn Fachberatung Fach- und Dienstaufsicht ausübt, welchen Einfluss hat das auf die Wirkung ihrer Methoden?
  • Was heißt  „RICHTIG“? … oder welche Methoden zur Selbstreflektion gibt es für Fachberatung bzw. wie gelingt es Fachberatung die eigenen Wertvorstellungen in der Beratung nicht voran zu stellen?

„Der Mensch steht im Mittelpunkt“: Positive Zwischenbilanz für neues Strukturmodell in der Pflege

Andrea Bork, Pflegedienstleiterin im DRK Seniorenpark Sondershausen, gesteht offen: „Zu Anfang waren wir skeptisch. Wir haben gedacht, das ist wieder eine von den vielen Änderungen, die so oft auf uns zukommen.“  Aber heute stehen sie und ihre Kolleginnen voll hinter dem neuen Strukturmodell zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation. Die positiven Effekte dieses Modells sind für Andrea Bork und Heimleiterin Yvonne Töpfer täglich greifbar: Zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei der Dokumentation entlastet werden, mehr Kommunikation untereinander. Und auch zufriedenere Bewohner, auf die die wachsende Zufriedenheit der Pflegekräfte ausstrahlt. In einer Talkrunde bei der LIGA-Fachtagung „Das Strukturmodell“ waren sich Yvonne Töpfer und Andrea Bork einig: „Das Modell können wir nur jedem empfehlen.“ Zustimmend nickte da auch Jeannine Schumann vom Verein „Betreuung zu Hause e.V.“, einem Anbieter ambulanter und teilstationärer Pflegeleistungen.

 

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PM: Vorrang für freie Träger in der Kita-Fachberatung

Erfurt, 30. November 2016. Eine profunde Fachberatung ist eine der entscheidenden Säulen für die Sicherung der pädagogischen Qualität in den Thüringer Kindertageseinrichtungen. Das Thüringer Oberverwaltungsgericht hat jetzt den Vorrang der freien Träger bei dieser wichtigen Arbeit unterstrichen. Vorausgegangen waren zwei Klagen der Caritas im Eichsfeld und der AWo im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Die Klagen richteten sich gegen die Praxis in verschiedenen Landkreisen die die freien Träger in dieser Arbeit zu beschneiden versuchten. Beide freien Träger haben nun in allerdings auch in der zweiten Instanz vor dem Thüringer Oberverwaltungsgericht Recht bekommen. Die unabhängige Fachberatung von freien Trägern in Thüringen ist damit auch rechtlich voll bestätigt (AZ 3 KO 744/14 und 3 KO 379/15)

Die gesetzlich verankerte Pauschale von 30 Euro je Kind zwischen einem und sechseinhalb Jahren für die Fachberatungsleistungen pro Jahr müssen ungeschmälert an die freien Träger weitergeleitet werden. Es handelt sich dabei nicht um eine Ermessensentscheidung durch den örtlichen Träger der Jugendhilfe, haben die Richter eindeutig klargestellt. Eine Kürzung der Pauschale ist vom Gesetz her nicht vorgesehen. Eine Übertragung der Mittel auf freie Träger kann auch nicht durch den Beschluss eines Jugendhilfeausschusses entfallen.

 

 

„Die Richter haben damit das Subsidiaritätsprinzip eindrucksvoll unterstrichen“, so der Vorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege, Reinhard Müller. Im Subsidiaritätsprinzip gibt es den Vorranggrundsatz für freie Träger. Dieses gilt nicht nur für Dienste der Jugendhilfe, sondern auch für die Fachberatung der Kindertageseinrichtungen. Konkret heißt das, dass der öffentliche Träger von der Einrichtung eigener Beratungsdienste abzusehen hat, wenn entsprechende Angebote freier Träger existieren. Freie Träger müssen in die Planungen von Anfang an einbezogen werden. Der Träger der öffentlichen Jugendhilfe ist nicht berechtigt, ohne Weiteres die Aufgabe der Fachberatung aller Kitas an sich zu ziehen, wenn für die Beratung der Kitas in freier Trägerschaft ein geeigneter Fachberatungsdienst des Einrichtungsträgers zur Verfügung steht.

„Dieses Urteil ist ein Gewinn vor allem für die nachhaltige, werteorientierte Arbeit in den Kitas und damit ein Gewinn für alle Eltern und Kinder in Thüringen“, resümiert Müller. „Wir sind froher Hoffnung, dass das Bildungsministerium mit der anstehenden Novelle des Kita-Gesetzes die Urteil e in ihren Konsequenzen beachten wird“, so Müller. Die Urteile seien auch ein gutes Beispiel dafür, dass es sich aus Sicht der freien Träger lohnt, um das Recht zu streiten, auch wenn der Verfahrensweg oft Jahre in Anspruch nehme.

Die Kita-Fachberatung wird von den freien Trägern unabhängig und entsprechend den jeweiligen Konzeptionen durchgeführt. Garantiert wird so auch eine Trennung zwischen Dienst- und Fachaufsicht in den zu beratenden Einrichtungen. Ein einheitliches, vom Träger der öffentlichen Jugendhilfe gesteuertes Fachberatungssystem, stünde dazu in eklatantem Widerspruch. Die freien Träger erwarten nach diesen Urteilen, dass von den Kommunalparlamenten auch die entsprechenden Mittel zur Verfügung gestellt werden.

Die Fachberatung ist eine der wichtigsten Säulen für die Qualität der Arbeit in den Kitas. Aber es gibt seitens der LIGA noch weitere Forderungen, um die qualitative Arbeit in den Einrichtungen zu sichern. Die LIGA fordert auch einen besseren Personalschlüssel für Kinder zwischen drei Jahren und dem Schuleintritt. Die Empfehlung: Ein Personalschlüssel von 1:5 (bis 8) für Kinder von drei und vier Jahren, ein Personalschlüssel von 1:6 (bis 8) für Kinder von vier Jahren bis zum Schuleintritt – der aktuelle Personalschlüssel in Thüringen liegt derzeit bei 1:16
Die LIGA sieht in Investitionen in diesen Bereichen die finanziellen Mittel für Kitas im Freistaat besser aufgehoben als in dem von der Landesregierung geplanten beitragsfreien Kita-Jahr.

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