"Kennenlerngespräch" des neuen LIGA Vorsitzenden und der Sozialministerin - mehr dazu unter Aktuelles***

Stellenausschreibung: Grundsatzreferent*in Strategische Sozialplanung

Die LIGA Thüringen sucht ab sofort eine Grundsatzreferent*in Strategische Sozialplanung.

Die LIGA der Freien Wohlfahrtpflege in Thüringen e. V. ist der Zusammenschluss der Spitzenverbände der  Freien  Wohlfahrtspflege.  In  ihren  Kernaufgaben  realisiert die  LIGA  die  politische Interessensvertretung  der  LIGA-Verbände  und  fachpolitische  Begleitung  zentraler  sozialpolitischer Handlungsfelder. Für das ESF-geförderte Projekt „Kompetenzzentrum  Strategische Sozialplanung (KOSS)“ suchen wir, so  zeitnah  wie  möglich,  zur  unbefristeten  Anstellung  eine  Referent*in  Vollzeit  (40  Stunden)  am Arbeitsort  Erfurt.  Hierfür  bieten  wir  ein  attraktives  Arbeitsumfeld  und  professionelle Arbeitsbedingungen. Eine den hohen Anforderungen angemessene Entlohnung ist selbstverständlich.

 

Weitere Informationen finden Sie in der ausführlichen Stellenbeschreibung. Bei Fragen können Sie sich auch gern an die LIGA-Geschäftsstelle wenden.

 

IV. Modul der Qualifizierungsreihe Kooperative Sozialplanung am 02.02.2017

Ohne Netzwerkarbeit und Kooperation geht in der Sozialplanung nichts. Informationen müssen gesammelt, Kontakte aufgesucht und Bündnisse geschlossen werden, ansonsten verschwinden selbst gute Analysen und praxistaugliche Vorschläge schnell in den Schubladen. Dafür sind Netzwerke notwendig – aber: Nur weil ein Netzwerk existiert, heißt dies noch nicht, dass es tatsächlich auch die ihm zugedachten Funktionen erfüllt. Prof. Schönig von der Katholischen Hochschule NRW macht deshalb zum Auftakt des letzten Moduls der Qualifizierungsreihe „kooperative Sozialplanung“ gleich klar: „Netzwerke sind Dramen“ – sie leben von einer Geschichte und nehmen nicht selten ein tragisches Ende. Sie sind untrennbar mit Machtungleichgewichten zwischen den Beteiligten verbunden und häufig verfolgen die Akteure ihre ganz eigenen Ziele. Ungeachtet dessen ist eine nachhaltige Gestaltung der sozialen Infrastruktur auf erfolgreiche Netzwerkarbeit angewiesen. Wie der Aufbau tragfähiger Netzwerkstrukturen auch unter ungünstigen Bedingungen gelingen kann, wurde den TeilnehmerInnen des dritten Moduls der Qualifizierungsreihe „kooperative Sozialplanung“ an einem kompakten Tag vermittelt.

 

 

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Erstes Arbeitsgespräch des neuen LIGA Vorsitzenden und der Sozialministerin

Erfurt, 09.02.2017. Der seit Januar 2017 amtierende LIGA Vorsitzende Wolfgang Schubert (DRK), der stellvertretende Vorsitzende Eberhard Grüneberg (Diakonie Mittelthüringen) sowie LIGA Geschäftsführer Hans-Otto Schwiefert sind zu einem ersten Gespräch mit Sozialministerin Heike Werner, Staatssekretärin Ines Feierabend und Referatsleiterin ist Ina Riehm zusammengetroffen.

 

In diesem sehr offenen Gespräch konnten Fragen zur weiteren Zusammenarbeit, dem Landesprogramm Solidarisches Zusammenleben der Generationen und dem Thüringer Pflegepakt besprochen werden.

 

PM: Lehrer, Eltern, Landkreise und Sozialverbände fordern Nachbesserungen bei inklusivem Schulgesetz

Erfurt, 30. Januar 2017. Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz haben die führenden Vertreter der Landeselternvertretung Thüringen (LEV), des Thüringer Landkreistags, der LIGA für Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen und des tlv thüringer lehrerverbands den Entwurf für ein inklusives Schulgesetz abgelehnt. Alle Beteiligten waren sich darin einig, dass zunächst die entsprechenden Bedingungen geschaffen werden müssen, ehe die Inklusion zum Nutzen aller umgesetzt werden kann. Anlass für die Pressekonferenz war die Aufforderung von Kultusministerin Birgit Klaubert an alle Beteiligten, bis Mitte Januar eine Stellungnahme zu der im November 2016 vorgelegten Arbeitsfassung zum Schwerpunktbereich Inklusion im Rahmen der Neufassung des Thüringer Schulgesetzes einzureichen. Geplant war, im Januar 2017 einen entsprechenden Referentenentwurf zu erarbeiten.

 

 

„Wir sind froh und dankbar für das heutige gemeinsame Statement“, so der tlv-Landesvorsitzende Rolf Busch. „Denn diese Veranstaltung zeigt eines ganz deutlich: So unterschiedlich die Interessen auch sind, keiner der Beteiligten ist mit dem vorgelegten Entwurf für ein inklusives Schulgesetz einverstanden. Es muss noch richtig viel passieren, bevor Thüringen so weit ist. Einzeln versuchen wir teilweise schon seit Monaten, das Kultusministerium zu überzeugen. Vielleicht gelingt uns dies nun mit dieser Allianz aus allen Interessengruppen.“

 

LIGA: Förderzentren als Beschulungsorte erhalten, frühere Diagnostik

Die Zukunft der Förderzentren liegt auch den Pflegeexperten besonders am Herzen. „Die LIGA-Verbände stehen selbstverständlich hinter der Zielstellung, ein inklusives Schulsystem in Thüringen zu entwickeln.“, so Eberhard Grüneberg, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland für die LIGA Thüringen. „Aber es muss mit Augenmaß vorgegangen werden. Wir müssen uns auf einen längerfristigen Prozesseinstellen, der die ganze Gesellschaft betrifft. Wir brauchen ein planvolles und koordiniertes Vorgehen, in das vorhandene Formensonderpädagogischer Förderung einbezogen und weiterentwickelt werden müssen.“ Eine wichtige Rolle spielt nach Einschätzung der LIGA, dass Förderschulen und Förderzentren als Schulform und Bildungsort in allen Regionen Thüringens weiter vorgehalten werden. Darüber hinaus fordert Grüneberg, dass die Begutachtung der Kinder früher erfolgt als in der jetzigen Arbeitsfassung vorgesehen: Die Diagnostik dürfe weder erst nach der Schuleingangsphase, noch allein durch den diagnostischen Dienst der Schulämter durchgeführt werden.

LEV: Uneingeschränktes Entscheidungsrecht für die Eltern

Für die Landeselternvertretung ist der entscheidende Kritikpunkt die Beschneidung der Entscheidungsrechte der Eltern. Wie der Vorsitzende Stefan Nüßle betont, kennen die Eltern ihr Kind schon lange vor dem Schulbesuch und sind daher am besten in der Lage, die Entscheidung über den geeigneten Schulweg im Interesse des Kindes zu treffen. „Unabdingbare Voraussetzungen für die Akzeptanz eines inklusiven Schulgesetzes sind die Anerkennung des uneingeschränkten Elternwillens und die Beachtung des Kindeswohls“, so Nüßle in seiner Stellungnahme. Die Konsequenz daraus sei der Erhalt der Förderzentren als dauerhafte Beschulungsorte für alle sonderpädagogischen
Förderschwerpunkte, denn nur so bestünde ein echtes Wahlrecht für die Eltern.
Landkreistag: Kostenfrage klären, Mitspracherecht für Schulträger
Der Thüringer Landkreistag erteilt in seiner Stellungnahme der vorliegenden Arbeitsfassung eine klare Absage. Ein wichtiges Argument, so Dr. Detlef Klaas sei die ungeklärte Kostenfrage. „Wir erwarten, dass das Land die Kosten der Inklusion ermittelt und zu 100% finanziert“, heißt es in der Stellungnahme, und weiter: „Inklusion funktioniert nur, wenn die Schulen über personelle, sächliche und räumliche Rahmenbedingungen für diese Aufgabe verfügen und das Land die dafür erforderlichen finanziellen Mittel bereitstellt.“ Außerdem fordert Dr. Detlef Klaas ein umfassendes Mitspracherecht für Landkreise als Schulträger. Dieses soll bis hin zu der Frage gewährt werden, ob ein einzelner Schüler inklusiv beschult wird oder nicht: „Der Schulträger muss das Einvernehmen versagen können, wenn die sächlichen und räumlichen Bedingungen an den gemeinsamen Unterricht nicht bestehen und derzeit nicht geschaffen werden können.“

tlv: Mehr Lehrer, konsequente Doppelbesetzung in Schule und Hort

Für den tlv thüringer lehrerverband stehen vor allem personelle Fragen im Mittelpunkt der Diskussion. Dazu der Landesvorsitzende Rolf Busch: „Neben allen bereits angesprochenen Problemen wie der mangelhaften Ausstattung und dem Bedarf am Erhalt der Förderzentren als Beschulungsorte sehen wir den Lehrermangel als große Gefahr für eine gelingende Inklusion.“Ohne eine konsequente Doppelbesetzung mit sonderpädagogischen Fachkräften in allen inklusiven Klassen und Hortgruppen sei diese wichtige Aufgabe nicht zu bewältigen. Dafür, so Busch, müssten über den aufgrund von Altersabgängen ohnehin bestehende Bedarf mindestens 600 weitere Lehrer mit sonderpädagogischer Ausbildung eingestellt werden.

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