Der Freistaat wird renoviert - LIGA will Regionalplanung erhalten – Fachtag zu Verwaltungs- und Funktionalreform

Erfurt, 31. August 2016. Der Freistaat wird renoviert.  „Es ist wie bei einer Familie. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, fragt man sich auch, ob man noch alle Zimmer benötigt oder ob man das ein oder andere Zimmer zusammenlegen und anders nutzen kann.“ Benjamin Immanuel Hoff, der Thüringer Staatskanzleiminister, kleidet die Bemühungen um eine Verwaltungs- und Gebietsreform gerne in dieses einprägsame Bild der Renovierung der Thüringer Strukturen. So auch bei einem Fachtag der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege, bei der die Wohlfahrtsverbände Thüringens ihre Anforderungen an eine Funktional- und Verwaltungsreform formulierten. Eine „Kommunalisierung mit Augenmaß“ ist dabei eine der zentralen Erwartungen. Das Land müsse seine Gestaltungsfunktion behalten und für gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Landesteilen sorgen. „Ein Kind in Altenburg muss die gleichen Chancen haben wie ein Kind in Sonneberg“, brachte es der Landesgeschäftsführer der LIGA, Hans-Otto Schwiefert, in der vorausgehenden Pressekonferenz auf den Punkt.

 

 

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6. Sitzung des Beirats Sozialplanung am 23. August 2016

Zu seiner vorerst letzten Sitzung in der aktuellen Periode kam am 23. August der Beirat Sozialplanung zusammen. Zu Gast in der Krügervilla des Paritätischen in Neudietendorf setzten sich die Beiratsmitglieder mit der Frage „Wie gelingt Thüringen die Integration von Flüchtlingen?“ auseinander.

Frau Mirjam Kruppa, Beauftragte des Freistaates Thüringen für Integration, Migration und Flüchtlinge, gab zum Einstieg einen Input zum Thema und Erläuterte die ihre Vorstellungen.

 

 

In einer intensiven Diskussion widmeten sich die Beiratsmitglieder den konkreten Herausforderungen vor Ort und diskutierten Lösungsansätze. Insbesondere die Themen Sprache, Unterbringung, Integration in Arbeit, aber auch tagesaktuelle Aspekte wie die Wohnsitzauflage, wurden hierbei kontrovers diskutiert.

Anfang 2017 wird der Beirat Sozialplanung der LIGA Thüringen in seine nunmehr dritte Periode eintreten.

Aktuelle Informationen zur Arbeit und der Zielsetzung des Beirats finden Sie unter Sozialplanung/Beirat.

 

Einladung zum Fachforum Gebiets- und Funktionalreform in Thüringen – "Zukunftsfeste Strukturen für die Thüringer Sozialwirtschaft?!"

Die Verwaltungs-, Funktional- und Gebietsreform bildet eines der zentralen Reformvorhaben der Thüringer Landesregierung. Die öffentliche Debatte wird aktuell durch Fragen nach der künftigen Größe und den Zuschnitten der kommunalen Gebietskörperschaften dominiert. Verwaltungs- und Funktionalreform hingegen spielen nach unserer Einschätzung eine untergeordnete Rolle.

 

Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege möchte mit einem Fachforum zu diesen Aspekten eine inhaltliche Debatte anstoßen und ihre eigenen Vorstellungen einbringen.

 

Dienstag, 30. August 2016, 15:00 - 17:00 Uhr

Evangelisches Augustinerkloster Erfurt, Raum „von Staupitz“

Augustinerstraße 10, 99084 Erfurt

 

Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Herrn Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, sowie Herrn Prof. Dr. Stephan Grohs von der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer zwei prominente Referenten gewinnen konnten.

 

   

Gerne würden wir im Rahmen der Veranstaltung auch mit Ihnen zu diesen wichtigen Fragestellungen ins Gespräch kommen und laden Sie herzlich zu diesem Fachforum ein.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Veranstaltungsflyer.

 

Fachtag Jugendhilfe 3.0 - Qualifizierung der Mitglieder der örtlichen Jugendhilfeausschüsse in Thüringen am 15.06.2016

Seit 2013 bietet die LIGA-Thüringen gemeinsam mit dem Landesjugendring Thüringen allen Mitgliedern der örtlichen Jugendhilfeausschüsse in Thüringen eine Plattform zum Austausch aber auch fachliche Unterstützung für die Bewältigung der Herausforderungen in der Arbeit in den Jugendhilfeausschüssen. Dabei geht es stets um ein aktiv zu gestaltendes Gemeinwesen vor Ort, dem Analysieren von demokratischen Mitwirkungsmöglichkeiten und dem Erkennen von Potentialen zur Weiterentwicklung der Jugendhilfe.

 

Am 15.06.2015 wurde im Rahmen des Fachtags Jugendhilfe 3.0, in der Fachhochschule Erfurt, der Schwerpunkt auf den Konflikt zwischen Bundes-, Länder und Kommunalrecht gelegt.

 

Mitglieder der Jugendhilfeausschüsse unterliegen häufig Zwängen und Abhängigkeiten, welche die Umsetzung des Auftrags des SGB VIII erschweren oder sogar blockieren können. Konkret ist die Arbeit im Jugendhilfeausschuss in den über 600 Jugendämtern in Deutschland sehr unterschiedlich organisiert. Zwar gibt das SGB VIII bundeseinheitliche Rahmennormen vor, doch das „Nähere“ (§ 71 Abs. 3) wird durch Landesrecht geregelt. Landesspezifische Konkretisierungen finden sich auch in den Landkreisordnungen und Gemeindeordnungen. In aller Regel finden diese Vorgaben dann weitere Präzisierungen in den „Jugendamtssatzungen“ der Kommunen. Und dann gibt es noch manche Gepflogenheiten und Praktiken, die oft für konkrete Abläufe von großer Bedeutung sind, die sich aber nirgendwo schriftlich niedergelegt finden, sondern die einfach überkommene Praxis sind.

 

Gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner, dem "Vater" des SGB VIII, wurde im Rahmen des Fachtags dieses Spannungsfeld diskutiert.

 

 

Darüber hinaus hat Herr Wiesner den Teilnehmenden sehr anschaulich und unterhaltsam das besondere Amt – das Jugendamt vorgestellt und die Idee des JHA, als „Störelement“ im politisch administrativen Gefüge der Kommunalverwaltung, verdeutlicht.

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II. Modul der Qualifizierungsreihe Kooperative Sozialplanung am 11./12. März 2016

„Stören Sie gelegentlich die Trägheit der öffentlichen Verwaltung“, riet der Hauptreferent des vorangegangenen Moduls der Qualifizierungsreihe den anwesenden VertreterInnen der Freien Wohlfahrtspflege. Diesen Aufruf nahmen die TeilnehmerInnen kurzerhand zum Anlass, um an zwei Tagen intensiv die konkrete Ausgestaltung von Sozialplanung sowie mögliche Beiträge der freien Träger zu diskutieren.

 

 

Gemeinsam mit der Referentin Uta Riegel (Landkreis Fulda und Verein für Sozialplanung) setzten sich die VertreterInnen der freien Träger mit den konkreten Planungsschritten auseinander. Konkret entwickelten sie dabei Themen und machten sich über Formen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung Gedanken. Am Beispiel der aktuellen Umstrukturierungen in der Eingliederungshilfe erläuterten dies mehrere Teilnehmer. „Wir müssen die Menschen in das normale Leben begleiten und schauen, was sie dazu konkret vor Ort in ihrem Sozialraum weiter brauchen: sei das im Bereich Arbeit, Wohnen oder Leben. Das geht nur gemeinsam“.

 

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