"Freiwilligendienste in Thüringen – Zukunft gemeinsam gestalten“ - Fachtag vom 20.05.

 

Jugendfreiwilligendienste sind nicht nur eine wichtige Engagementsäule, sondern bieten jungen Menschen die Chance, sich auszuprobieren, zu wachsen und ein mögliches Berufsfeld zu erproben. Wir, die Verbände der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege, möchten diesen Schatz der Freiwilligendienste weiter stärken und ausbauen.

 

Wie die Zukunft der Freiwilligendienste aussehen könnte, was bisher gut läuft und was dringend anders laufen muss war Thema einer LIGA Fachtagung am 20.05. Im Mittelpunkt des Tages standen die Freiwilligen selbst, die ihre Ideen in sehr arbeitsintensiven Workshops diskutiert und gesammelt haben. Eindrucksvoll festgehalten, in bunten Bildern auf Papphockern, wurden diese Ideen am Nachmittag Abgeordneten des Thüringer Landtags präsentiert.

 

Mit großem Interesse für die Visionen der Freiwilligen kamen Jörg Geibert (CDU), Diana Lehmann (SPD), Ina Leukefeld (Die LINKE) sowie Astrid Rothe-Beinlich (Bündnis 90/Die Grünen) mit den Teilnehmenden ins Gespräch.

 

Insgesamt folgten über 100 Interessierte der Einladung in den Thüringer Landtag, wo die Veranstaltung stattgefunden hat. Dass diese Tagung im „Zentrum der demokratischen Willensbildung im Freistaat“ durchgeführt werden konnte, zeigt ebenfalls die große Wertschätzung für die in den Freiwilligendiensten aktiven jungen Menschen. Dies machte am Nachmittag auch noch einmal Margit Jung, Vizepräsidentin des Landtages, bei Ihrer Begrüßung im Plenarsaal deutlich.

 

Neben den Themen wie Fahrtkosten, Höhe des „Taschengeldes“, Berufsorientierung und die öffentliche Wahrnehmung und Wertschätzung der Engagierten spielte natürlich auch die Weiterfinanzierung nach 2020 eine wichtige Rolle.

 

Die aktuelle ESF Förderperiode endet 2020. In dieser 5. ESF-Förderperiode (2014-2020) wurden im Freistaat Thüringen pro Jahr ca. 900 Freiwilligenplätze durch ESF- und Landesmittel bezuschusst. Ob es nach 2020 weitere Mittel aus dem Sozialfond bzw. des Landes geben wird ist aktuell ungewiss. Bei einem Wegfall der Mittel würden sich vor allem die mitfinanzierenden Einsatzstellen auf immense Mehrbelastungen einstellen müssen.

 

Die LIGA befürchtet, dass die anstehenden Kürzungen der Europamittel Auswirkungen auf die kommenden Jahre hat und freiwilliges gesellschaftliches Engagement – wie im Thüringenjahr – so nicht fortgeführt werden kann. Jedoch, und das wurde am 20.05. zur Fachtagung sehr deutlich, besteht seitens des Bildungsministeriums und seitens der Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionen großes Interesse und der Wille, eine Weiterfinanzierung zu sichern.

 

Wichtig für die Träger sind feste Planungsgrößen und vor allem Stabilität seitens der Bundesebene. Hier bestehen noch viel zu viele Unsicherheiten für eine feste und verbindliche Finanzierung.

 

Dass diese Veranstaltung in diesem Rahmen und dazu kostenfrei für die Teilnehmenden durchgeführt werden konnte, ist nicht zuletzt dank der finanziellen Unterstützung des Bildungsministeriums möglich gewesen.

 

 

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