II. Modul der Qualifizierungsreihe Kooperative Sozialplanung am 11./12. März 2016

„Stören Sie gelegentlich die Trägheit der öffentlichen Verwaltung“, riet der Hauptreferent des vorangegangenen Moduls der Qualifizierungsreihe den anwesenden VertreterInnen der Freien Wohlfahrtspflege. Diesen Aufruf nahmen die TeilnehmerInnen kurzerhand zum Anlass, um an zwei Tagen intensiv die konkrete Ausgestaltung von Sozialplanung sowie mögliche Beiträge der freien Träger zu diskutieren.

 

 

Gemeinsam mit der Referentin Uta Riegel (Landkreis Fulda und Verein für Sozialplanung) setzten sich die VertreterInnen der freien Träger mit den konkreten Planungsschritten auseinander. Konkret entwickelten sie dabei Themen und machten sich über Formen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung Gedanken. Am Beispiel der aktuellen Umstrukturierungen in der Eingliederungshilfe erläuterten dies mehrere Teilnehmer. „Wir müssen die Menschen in das normale Leben begleiten und schauen, was sie dazu konkret vor Ort in ihrem Sozialraum weiter brauchen: sei das im Bereich Arbeit, Wohnen oder Leben. Das geht nur gemeinsam“.

 

 

Am Folgetag referierte Markus Nowak, langjähriger Sozial- und Jugendhilfeplaner der Stadt Rosenheim und mittlerweile beim bayerischen Landesjugendamt tätig, zum Thema Wirkungsorientierung. Angesichts der Komplexität von sozialem Handeln warb er für eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema, verwies jedoch auch auf darauf, dass die Frage nach Wirkung legitim und für eine effiziente und zielgerichtete Weiterentwicklung wichtige Impulse gebe.

 

 

Die vom Kompetenzzentrum für Strategische Sozialplanung der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege organisierte Reihe soll die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in vier Teilen mit der Sozialplanung vertraut machen. Denn Sozialplanung ist in Thüringen ein zentrales Thema. Nicht nur vor dem Hintergrund der von der Landesregierung angestrebten Gebiets- und Verwaltungsreform. Die demografische Entwicklung in Thüringen zwingt geradezu dazu, die soziale Infrastruktur vorausschauend zu planen. Dazu gibt es ein aus Fördermitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziertes Förderprogramm, das jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt die 80 prozentige Förderung einer Sozialplanungsstelle ermöglicht.

 

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