Fachtag: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Sozialraumorientierung in der Sozialen Arbeit in Thüringen

Die LIGA-Thüringen macht sich im Jahr 2015 auf den Weg, die Umsetzung des Arbeitsprinzips Sozialraumorientierung in Thüringen mit konkreten Handlungsempfehlungen und anschaulichen Beispielen zu füllen.

Was sich hinter dem Konzept der Sozialraumorientierung tatsächlich verbirgt, war Thema des Fachtags „Zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Sozialraumorientierung in der Sozialen Arbeit in Thüringen“ am 20. Mai. Hierzu lud das Kompetenzzentrum Strategische Sozialplanung (KOSS) der LIGA-Thüringen Personen aus Einrichtungen und Diensten der Freien Wohlfahrtspflege zur Diskussion und zum Fachaustausch ein.


 

Mit Frau Prof. Dr. Isolde Heintze (Hochschule Mittweida) konnte eine ausgewiesene Expertin im Bereich der Sozialraumorientierung als Referentin gewonnen werden.  Neben den theoretischen Grundsätzen informierte Frau Dr. Heintze die Teilnehmenden über Möglichkeiten und den Mehrwert von Sozialraumorientierung. Gerade weil das Verständnis von sozialraumorientierter Planung diffus und uneinheitlich ist plädiert Frau Dr. Heintze zu einem breiten Dialog zur Verwendung des Begriffs und des Fachkonzepts zur Sozialraumorientierten Sozialen Arbeit. Darüber hinaus ist ein grundlegendes Interesse (und Wissen) an sozialraumorientierter Planung bei allen an Planung beteiligten Akteuren notwendig. Nur so ist, nach Dr. Heintze, eine konsequente Neustrukturierung im Handeln der öffentlichen Verwaltung und der Freien Träger möglich.
 



Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurde den Teilnehmenden Raum für Diskussionen und den fachlichen Austausch geboten. Im Rahmen von einer „Vier-Ecken-Diskussion“ wurden dabei folgende Fragen thematisiert:

  • Wie sollten Leistungserbringer vor Ort kooperieren? Welche Chancen entstehen / welche Stolpersteine gibt es?
  • Welche Ansätze und Erfahrungen in Bezug auf Sozialplanung und Sozialraumorientierung kennen Sie aus Ihrer Arbeit vor Ort?
  • Wie müssen sich die Organisationen der sozialen Arbeit vor Ort zukünftig ausrichten? Welche Anforderungen ergeben sich für die Fachkräfte?
  • Wie und an welchen Stellen sollte die Einbindung der Klienten / Betroffenen vor Ort erfolgen? Gibt es Grenzen?


Unter der Überschrift Sozialraumorientierung? Das machen wir doch schon! – Vier Thüringer Einrichtungen berichten stellten vier Träger ihre Konzepte zur Sozialraumorientierung vor. Dabei handelte es sich um die AWO Integrative Kindertagesstätte „Rosa Luxemburg“ (Bad Langensalza), die Schuldnerberatungsstelle MitMenschen e.V. (Erfurt), die Stiftung wohnen plus (Weimar) und das Teilhabezentrum Apolda Trägerwerk Soziale Dienste in Thüringen GmbH. Im Rahmen eines Worldcafés konnten die Teilnehmenden über die praktische Arbeit vor Ort und den Nutzen für die Einrichtungen diskutieren.

 

Nach dem internen Diskussionsprozess auf diesen ersten Fachtag folgt in einem nächsten Schritt die Diskussion mit weiteren Akteuren wie dem Sozialministerium, Trägern der Jugendhilfe, Sozialhilfe und Pflegeheimen zu Fragen der Umsetzung und Finanzierung. Dieser zweite Fachtag zur Sozialraumorientierung findet in der 35. Kalenderwoche 2015 in Erfurt statt.

 

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