„Ein Jahr Bundesfreiwilligendienst – alles anders?“

Einladung zum Fachtag am 19. Juni 2012 im Augustinerkloster Erfurt

 

Am 15.12.2010 beschloss die Bundesregierung die Einführung eines Bundesfreiwilligendienstes (BFD). Dieser begann am 01.07.2011. Die Einführung des BFD war und ist  von vielen Fragen, Unsicherheiten und Ängsten begleitet. Dazu gehören u.a. strukturelle, organisatorische und finanzielle Fragen, Fragen nach der Zuständigkeit und Rolle der (Freien) Träger, nach dem Stellenwert, nach Konzeptionen, Inhalten sowie der Qualität der Bildungsinhalte im BFD im Vergleich / Gegenüber zum FSJ/FÖJ und nach der Zukunft des herkömmliche freiwilligen ehrenamtlichen Engagements. Nicht zuletzt die Öffnung des Zugangsalters erzeugte  Befürchtungen, dass das herkömmliche freiwillige Ehrenamt an Attraktivität und Zuspruch verliert. Dabei sind auch am Beispiel des Bundesfreiwilligendienstes immer noch Unterschiede zwischen den neuen und den alten Ländern zu spüren. Die Altersstruktur der Freiwilligen in Thüringen und in den anderen neuen Ländern unterscheidet sich deutlich von der der alten Bundesländer.

Offenkundig sprechen in den neuen Bundesländern die Träger von Einsatzstellen für Bundesfreiwillige, unter ihnen auch Kommunen, Dienststellen gezielt auch Personen an, die seit längerem nicht mehr auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich waren. Hinzu kommt, dass das freiwillige Engagement von Jugendlichen bereits in den sehr gut ausgebauten Strukturen des Thüringenjahres seinen anerkannten Rahmen findet. Da der Bundesfreiwilligendienst nicht als ein Instrument der Arbeitsmarktpolitik angelegt ist, sondern als eine Möglichkeit für die Freiwilligen, um etwas zu lernen, um sich zu orientieren und um sich für andere zu engagieren, ist er rechtlich als Bildungsangebot ausgestaltet. Prinzipiell soll er nicht der Entlastung sozialer Einrichtungen dienen, sondern soll von den Freiwilligen und ihren Interessen her gesehen werden. Wie wahrt in Thüringen der noch junge Bundesfreiwilligendienst die vorgeschriebene arbeitsmarktpolitische Neutralität, wie fügt er sich ein in die Landschaft der bereits seit längerem bestehenden Freiwilligendienste und welche Auswirkungen hat er auf sonstiges ehrenamtliches Engagement? Mit diesen und anderen spannenden Fragen werden wir uns auf diesem Fachtag beschäftigen können.

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