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PM: Rückenwind für LIGA-Forderungen

Neue Studie der Bertelsmann-Stiftung stützt Forderungen der LIGA der Freien Wohlfahrtsverbände nach besseren Rahmenbedingungen in den Thüringer Kitas

 

Erfurt, 28/08/2017 Die Bertelsmann-Stiftung kommt in der Auswertung ihres Ländermonitors 2017 zu dem Ergebnis, dass Thüringen im Fachkraft-Kind-Schlüssel in Kitas unter den 16 Bundesländern zu den Schlusslichtern gehört. Die Studie stützt damit die Forderungen der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V. nach Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität der Betreuung in hiesigen Einrichtungen.

 

Die LIGA Thüringen begleitet das Gesetzgebungsverfahren zum neuen Kita-Gesetz, dass noch im September im Landtag zur Abstimmung stehen wird, seit mehreren Monaten mit der Kampagne „Qualität hat Vorfahrt – Kitas brauchen gute Rahmenbedingungen!“. Die LIGA sieht insbesondere in folgenden Punkten dringenden Handlungsbedarf:

 

  • Personalschlüssel verbessern
  • Personalkontinuität sichern
  • mehr Zeit für Leitungsaufgaben
  • gute Qualitätsentwicklung durch eine individuelle Fachberatung 
  • Inklusion ermöglichen

 

Den Vorstoß des bildungspolitischen Sprechers der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag Christoph Matschie, in dem dieser Forderung nach einem "realistischen Stufenplan" erhebt, begrüßt die LIGA Thüringen ausdrücklich. Nur so lassen sich Mehreinstellungen und Verbesserungen des Betreuungsschlüssels realisieren Die LIGA hatte bereits in der vergangenen Woche einen verbindlichen Stufenplan gefordert, der im neuen Kita-Gesetz verankert werden soll.

Pressekonferenz und Kartenübergabe an den Landtag - Qualität hat Vorfahrt – Kitas brauchen gute Rahmenbedingungen!

Am Mittwoch, unmittelbar vor Beginn der Anhörung zum Gesetzentwurf zum neuen Kita-Gesetz, übergab LIGA-Vorsitzender Wolfgang Schubert (DRK) rund 15.000 Aktions-Postkarten an den Thüringer Bildungsminister Holter sowie Landtagspräsidenten Carius und dem Bildungsausschuss des Thüringer Landtags. Die Postkarten zeugen von der überwältigenden Resonanz der Kampagne bei Eltern, Kita-Trägern und Pädagoginnen und Pädagogen und davon, dass die Forderungen der LIGA nach wesentlichen Ergänzungen im neuen Kita-Gesetz zur Verbesserung der Qualität der Betreuung in den Thüringer Kindergärten in der Thüringer Bevölkerung auf breite Zustimmung stoßen.

 

 

 

 

"Mit dieser Übergabe verbunden ist, dass sich der Bildungsauschuss von der schieren Masse und der Qualität der Argumente überzeugen lässt und überlegen wird, wie man diese Dinge verbessern kann, im Interesse der Kindergärterinnen und Kindergärtner und auch der Kinder und Eltern." kommentierte Landtagspräsident Carius die Übergabe (https://www.youtube.com/watch?v=_tVSB6hPjFo&feature=youtu.be)

 

Minister Holter zeigte sich sehr beeindruckt von der Menge der Karten und betonte, dass das kostenfreie Kita-Jahr nur ein erster Schritt sein könne und man sich parallel dazu über Maßnahmen zur Verbesserung der Betreuung verständigen muss.

 

„Auch wenn die im Gesetzentwurf enthaltene Einführung eines kostenfreien Kitajahres ein wichtiger und auch richtiger Schritt in Richtung kostenfreie Bildung von Anfang an ist, müssen wir auf die nicht minder wichtige Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine bedarfsgerechte Betreuung, Bildung und Erziehung in den Kitas drängen“ sagte LIGA Vorsitzender Wolfgang Schubert zur LIGA Pressekonferenz.

 

Einer durch Wolfgang Schubert ausgesprochenen Einladung zu Gesprächen zu den Forderungen der LIGA stimmte der Minister zu. Mit ihrer Aktion ermöglichte die LIGA den Politikern eine gute Einstimmung auf die dann folgende Anhörung im Bildungsausschuss.

 

 

Die Kartenübergabe erfolgte unmittelbar vor Beginn der Anhörung zum Gesetzentwurf zum neuen Kita-Gesetz.

 

Hier der Link zur Mediatek des MDR Thüringen Journals vom 23.08. http://www.mdr.de/thueringen-journal/video-132458_zc-990d9800_zs-e440cd2e.html

Christoph Matschie beim Kita-Praktikum: „Die Kinder haben mich gleich mitspielen lassen“ – SPD-Politiker unterstützt Forderungen nach Nachbesserungen im Kita-Gesetz

 

Jena, 22. August 2017. „Die Kinder haben mich auch gleich mitspielen lassen.“ Christoph Matschie, Ex-Bildungsminister Thüringens, Ex-Vizeministerpräsident, strahlt, als er von seinem Praktikumsvormittag in der Kita „Frechdachse“ in Jena erzählt. „Vor Ort“ macht er sich – wie andere Landespolitiker auch – derzeit ein Bild von den Arbeitsbedingungen in den Thüringer Kitas, die nach Meinung der Wohlfahrtsverbände im Freistaat dringend verbesserungsbedürftig sind. „Qualität hat Vorfahrt“ heißt die Kampagne, in der die Praktika ein Baustein sind. Ein anderer sind 15.000 Postkarten und Flyer, auf denen Eltern die Forderungen der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege unterstützen und die an diesem Mittwoch an Bildungsminister Helmut Holter (Linkspartei), Landtagspräsident Christian Carius (CDU) und den Vorsitzenden des Bildungsausschusses, Manfred Grob (CDU) übergeben.

 

Christoph Matschie war nach dem Frühstück gekommen, hatte sich mitangehört, wie die Kinder ihr Wochenende verbracht haben, hat mit ihnen in dem wunderschön-großen Freigelände gespielt und das Mittagessen mit ausgereicht. Was es gab? „Kartoffeln, Rührei und Spinat. Die Kinder mochten das – ich auch.“ Matschie, aktuell Bundestagskandidat der SPD im Wahlkreis Jena, hatte zwar anschließend keinen Tischdienst, durfte aber den Kindern dabei assistieren und für saubere Tische sorgen, bevor die Kinder sich schlafen legten.

 

„Es ist eine anspruchsvolle Arbeit, die die Erzieherinnen und Erzieher in Thüringen leisten“, sagte Matschie unter Hinweis darauf, dass der Tag in der Kita „Frechdachse“ nicht sein erstes Praktikum gewesen sei. Der Paritätische Thüringen hatte das Praktikum  organisiert. Und in der Kita wurde er auch gleich mit den Problemen konfrontiert, mit denen sich vor allem Kita-Leiterin Petra Rauschenbach und ihr Team jeden Tag auseinanderzusetzen haben. „Heute sind 20 Prozent unseres Personals entweder krank oder im Urlaub“, berichtete sie. Laut gesetzlichem Personalschlüssel ist aber nur eine Fehlquote von 15 Prozent einkalkuliert. Die restlichen Ausfallzeiten müssen die Erzieherinnen anderweitig kompensieren. Daher fordert die LIGA vom Landtag eine deutliche Nachbesserung der Rahmenbedingungen auch in diesem Bereich.

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Politiker-Praktikum Tosten Wolf in Kita Niederorschel

Der bildungspolitische Sprecher der Fraktion „Die Linke“, Torsten Wolf, absolvierte am 09.08.2017 in der katholischen Kindertageseinrichtung St. Martin in Niederorschel ein sogenanntes Politiker-Praktikum.

 

Wolf war der dritte Politiker, der im Rahmen der LIGA-Kampagne „Qualität hat Vorfahrt“ ein derartiges Praktikum absolvierte. Mit solchen Praktika soll den Landesabgeordneten die Situation in den Thüringer Kindertagesstätten näher gebracht werden.

 

Zwei Stunden begleitete der Landesabgeordnete die Erzieherinnen bei ihren täglichen Aufgaben. Er schnitt nicht nur Obst mundgerecht, sondern gab auch Hilfestellung beim Anziehen und versuchte in verschiedenen Bereichen mitzuhelfen. Natürlich war das nur ein Bruchteil der Gesamtaufgaben einer Erzieherin.

 

Anschließend trafen sich Herr Wolf, der Leiter und die Erzieherinnen der Einrichtung, die Fachberater und die Abteilungsleiterin des Caritasverbandes für das Bistum Erfurt e.V. zu einem Gespräch. Der Politiker bedankte sich für die gute Einbindung in die verantwortungsvolle und umfangreiche Arbeit in einer Kindertageseinrichtung. Er machte auch deutlich, dass er dieser Arbeit immer wertschätzend gegenüberstand und sie ihm persönlich auch immer wichtig war und ist.

 

Verbesserung des Personalschlüssels, Personalkontinuität, Erweiterung der Leitungsanteile und Fachberatung waren wichtige Gesprächsthemen, welche die Anwesenden diskutierten. Der Politiker konnte diesen Forderungen gut folgen und hatte für diese großes Verständnis. Jedoch machte er in diesem Zusammenhang auf die dazu notwendigen finanziellen Mittel aufmerksam, die das Land Thüringen aufbringen müsste.

 

Für die Möglichkeit des Praktikums bedankte sich Torsten Wolf. Mit dem sehr guten Austausch waren alle Gesprächsteilnehmer zufrieden und beschlossen, in Zukunft solche Praktika auch in anderen Kindertageseinrichtungen durchzuführen.

 

Kontakt: Caritasverband für das Bistum Erfurt e.V.

Abteilungsleiterin für Gesundheit und Erziehung
Frau Jola Hempel
Wilhelm-Külz-Straße 33, 99084 Erfurt
Telefon: 0361 67 29 123
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

PM: „Die Erzieherinnen sind am Limit angelangt.“

Landtagsvizepräsidentin Margit Jung (LINKE) zum Praktikum im DRK-Kindergarten in Neustadt an der Orla

 

Erfurt, 04.08.2017  Margit Jung zeigte sich sehr beeindruckt von der Arbeit der Leiterin der integrativen DRK-Kita „Gänseblümchen“ Martina Gerner und der dort tätigen Pädagoginnen: „Man merkt gleich beim Betreten der Einrichtung, dass hier das Klima stimmt.“ Sowohl das pädagogische Konzept als auch die Gestaltung der Einrichtung überzeugten die Politikerin, die vor ihrem Landtagsmandat bei der Volkssolidarität für Kindergärten in deren Trägerschaft verantwortlich war. Margit Jung kennt sich also aus auf dem Gebiet der Kindertagesstätten.

 

 

Jung gehört zu einer Gruppe von Politikerinnen und Politikern verschiedener Landtagsfraktionen, die im Rahmen der Kita-Aktion „Qualität hat Vorfahrt! Kitas brauchen gute Rahmenbedingungen.“  ein Praktikum in einer Kindertageseinrichtung absolvieren. Weitere Praktika von Politikerinnen und Politikern der anderen Landtagsparteien werden in den nächsten Wochen folgen.  Mit diesen Praktika soll den Landtagsabgeordneten gezeigt werden, wie die reale Situation in den Thüringer Kitas ist, unter welchen Belastungen die  Erzieherinnen und Erzieher leiden.

 

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PM: „Die Erzieherinnen sind am Limit angelangt“

CDU-Generalsekretär Raymond Walk absolvierte ein Praktikum in Eisenacher Kindergarten

Eisenach/Erfurt, 12.07.2017  Raymond Walk, der CDU-Generalsekretär, war  beeindruckt: „Ich komme von der Polizei. Ihnen und den Kolleginnen geht es ähnlich – sie sind am Limit angelangt.“ Walk hatte zuvor in der Kita „Spielkiste“ in Eisenach im Rahmen der aktuellen Kita-Aktion der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege ein Praktikum absolviert. Dabei hatte er sich selbst ein Bild von den Belastungen gemacht, denen die pädagogischen Fachkräfte ausgesetzt sind. In einer Kindergruppe unterstützte er die Mitarbeiterinnen nach der Mittagspause beim Aufstehen der Kinder und beim Zubereiten und Austeilen der Vesper. Danach sagte er voller Anerkennung für den Beruf: „Jetzt weiß ich, was ein Personalschlüssel ist.“

 

Walk war der erste Politiker, der im Rahmen der Kita-Aktion „Qualität hat Vorfahrt“  ein derartiges Praktikum hinter sich gebracht hat. Weitere Praktika von Politikerinnen und Politikern der anderen Landtagsparteien werden in den nächsten Wochen folgen.  Mit diesen Praktika soll den Landtagsabgeordneten gezeigt werden, wie die reale Situation in den Thüringer Kitas ist, unter welchen Belastungen die  Erzieherinnen und Erzieher leiden.

 

Raymond Walk zeigte sich nach dem Praktikum tief beeindruckt von den Leistungen, die in den Thüringer Kitas erbracht werden. Er dankte den Mitarbeitenden, fügte aber gleich hinzu: „Danke kostet erst einmal kein Geld, dann wird es schwierig.“

 

Denn dass die von der LIGA angemahnten Verbesserungen nicht ohne mehr finanzielle Mittel zu erreichen sind,  ist allen Beteiligten klar. Raymond Walk sagte seine Unterstützung bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen der Kita-Arbeit zu. Bis zur Anhörung des entsprechenden Gesetzes im Landtag sollen die Forderungen der LIGA auch mit Zahlenmaterial untermauert werden.

 

Nach Einschätzung der LIGA fehlen in den Thüringer Kitas etwa 8000 Fachkräfte.  Die LIGA fordert bei ihrer Aktion eine deutliche Anhebung des Personalschlüssels für die Kitas, mehr Zeit für Leitungsaufgaben zu schaffen, die Fachberatung abzusichern und gute Rahmenbedingungen für die Inklusion für Kinder mit besonderem Förderbedarf zu schaffen.

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