PM: 25 Jahre LIGA der Freien Wohlfahrtspflege – 25 Jahre soziale Power in Thüringen

Ex-Ministerpräsident Dieter Althaus blickt beim Festakt mit auf Thüringens Sozialpolitik zurück

Ehrenpreis der LIGA geht an Thüringer Flüchtlingsrat

Erfurt.17.10.15  Den Erhalt und den Ausbau des sozialen Netzes in Thüringen hat sich die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen im vergangenen Vierteljahrhundert auf ihre Fahnen geschrieben. „Wir haben in den letzten 25 Jahren viel erreicht – aber es gibt auch noch viel zu tun“, sagt der Vorsitzende der LIGA, Reinhard Müller, anlässlich des 25-jährigen Bestehens, das die LIGA am kommenden Freitag in Erfurt feiert. Eng arbeitet die LIGA aktuell beispielsweise mit der Landesregierung bei der Integration der Flüchtlinge zusammen, die in Thüringen Schutz und Hilfe suchen. Für seine herausragende Arbeit wird in diesem Jahr der Thüringer Flüchtlingsrat mit dem Ehrenpreis der LIGA für zivilgesellschaftliches Engagement ausgezeichnet.

 

Bei der Festveranstaltung soll in Talkrunden auf die herausragenden Kampagnen der LIGA gemeinsam mit Akteuren von damals zurückgeblickt werden. Auch Thüringens früherer Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) wird bei einer dieser Talkrunden dabei sein, ebenso wie der frühere Finanzminister und heutige Oberbürgermeister von Nordhausen, Dr. Klaus Zeh.

 

In der LIGA haben sich die Freien Wohlfahrtsverbände in Thüringen zusammengeschlossen: AWO, Caritas, Diakonie, PARITÄTISCHER, Deutsches Rotes Kreuz und die Jüdische Landesgemeinde Thüringen. Die LIGA will die soziale Verantwortung in der Bevölkerung pflegen und stärken, sie wirkt mit bei der Gesetzgebung des Landes und arbeitet mit der Landesregierung in zentralen sozialen Angelegenheiten zusammen. Sie vertritt darüber hinaus die gemeinsamen Belange der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen, unterstützt die Arbeit der Kreisligen und kooperiert mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.

 

In den 25 Jahren ihres Bestehens hat sich die LIGA mit zahlreichen Aktionen und Kampagnen stets für ein soziales Thüringen eingesetzt. In den Jahren 2003 bis 2005 wurde mit der Kampagne „Thüringen bleibt sozial“ der Protest gegen drohende soziale Kürzungen organisiert. 2009 machte sich die LIGA unter dem Motto „Sechs Minuten sind zu wenig“ für bessere Arbeitsbedingungen in den Thüringer Kitas stark und seit 2014 will die Kampagne „Pflege braucht Helden“ das gesellschaftliche Ansehen der Arbeit in der Pflege aufwerten und wirbt gleichzeitig um Nachwuchs an Pflegekräften.

 

Die Festveranstaltung zum 25 jährigen Bestehen der LIGA findet am Freitag, 30. Oktober, 11:00 Uhr, im Deutschordensseniorenhaus, Vilniuser Str. 14  in Erfurt statt.

PM: 5000 bei der AfD – aber mehr als 10 000 Thüringerinnen und Thüringer helfen Flüchtlingen mit Spenden

Erfurt, 1. Oktober 2015. Die Stimmung in Thüringen ist weiter von einer großen Hilfs- und Spendenbereitschaft gegenüber den Flüchtlingen geprägt. Wenn auch 5000 Thüringerinnen und Thüringer am Mittwochabend vor dem Landtag gegen die Flüchtlingspolitik von Bund und Land demonstriert haben, so macht eine andere Zahl die wahre Stimmung im Land klar: In den vergangenen Tagen haben weit mehr als 10 000 Menschen bei den Wohlfahrtsverbänden Thüringens Spenden für die Flüchtlinge abgegeben. Das ergab eine Umfrage unter den Sozialverbänden Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt (AWO),  PARITÄTISCHER und DRK.

 

„Die Kleiderkammern unserer Mitgliedsorganisationen  verzeichnen einen ungebrochenen Ansturm der Hilfsbereiten“, sagt Hans-Otto Schwiefert, der Geschäftsführer der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege. In einigen Einrichtungen musste die Annahme sogar vorübergehend gestoppt werden, um die eingegangenen Spenden zu ordnen und zu sortieren.

 

Allein bei den beiden Kleiderkammern der Caritas in Thüringen wurden in den vergangenen Tagen mehr als 3000 Hilfsangebote gezählt, die Kleiderkammern der AWO wie der Diakonie, des DRK und des PARITÄTISCHEN meldeten ebenfalls jeweils Tausende von Spenden und Nachfragen, wie man den Flüchtlingen helfen kann. In Weimar sind die Annahmestellen der Caritas, der Diakonie, der Weimarer Tafel und der Stadtwirtschaft mittlerweile so voll, dass keine weiteren Sachspenden vorerst mehr angenommen werden können.

 

„Für die riesige Hilfsbereitschaft der Thüringerinnen und Thüringer bedanke ich mich im Namen aller Verbände und Organisationen,“ so Hans-Otto Schwiefert. „Die Thüringerinnen und Thüringer setzen den Demonstranten und deren Sympathisanten eine breite Welle der Hilfsbereitschaft entgegen“, fügte er hinzu.

PM: Imagekampagne des Thüringer Pflegepaktes geht mit flotten Sprüchen in die zweite Runde

Gemeinsame Pressekonferenz von Thüringer Sozialministerium und LIGA der Freien Wohlfahrtspflege

 

Erfurt, 24. September 2015. „Gib‘ mir lieber was Leckeres! Wenn ich groß bin, füttere ich vielleicht Dich.“  Die Aufforderung auf dem Lätzchen ist eindeutig.  Mit flott-frechen Sprüchen wie diesen soll in diesem und nächstem Jahr die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Thema Pflege gelenkt werden. Denn die Imagekampagne des Thüringer Pflegepaktes „PFLEGE braucht HELDEN“ geht in eine zweite Runde. Mit neuen Werbematerialien  startet die Kampagne, die weit über Thüringen hinaus Aufsehen erregt hatte, noch einmal durch. Thüringens Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Heike Werner, und der Vorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege, Reinhard Müller, stellten die neuen Werbematerialien heute vor.

 

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PM: Freie Schulen: Soziale Ausbildungsberufe sind Verlierer des neuen Gesetzes

LIGA setzt sich weiter für Nachbesserungen ein

 

Erfurt, 10. September 2015.  Die sozialen Ausbildungsberufe in Thüringen sind die Verlierer des vom Landtag verabschiedeten Gesetzes über Schulen in freier Trägerschaft. „Wir sind enttäuscht, dass die von uns angemahnten  und mit Zahlen untermauerten dringend notwendigen Nachbesserungen am Gesetz nicht vorgenommen wurden“, sagte der Vorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege, Reinhard Müller, zu dem Landtagsbeschluss. Die Folgen des Beschlusses sind gravierend: Die Absenkung der finanziellen Zuschüsse für Schulen in freier Trägerschaft auf künftig nur noch 60 Prozent bringt die Schulen in erhebliche finanzielle Bedrängnis. Die Ausbildung wird für junge Menschen nicht attraktiver. Das heißt, statt der dringend benötigten höheren Zahl von Pflegekräften werden künftig weniger ausgebildet.

 

Müller unterstrich, dass die LIGA sich auch nach dem Landtagsbeschluss für eine deutliche Verbesserung der Finanzausstattung für die sozialen Ausbildungsberufe einsetzen werde. Dafür werde man weitere Bündnispartner aus dem sozialen Bereich suchen, um möglichst rasch eine Novellierung des jetzt beschlossenen Gesetzes zu erreichen.

 

Die Einigung vertieft nach Einschätzung der LIGA die Benachteiligung der berufsbildenden Schulen in freier Trägerschaft. Während staatliche Schulen zu 100 Prozent finanziert werden, erhalten die Freien Berufsbildenden Schulen für die sozialen Ausbildungsberufe nur 60 Prozent der Kosten erstattet. Betroffen sind die Ausbildungsberufe Altenpflege, Sozialassistent und Sozialpädagogik.  Bisher betrug der Zuschuss 70 Prozent. Mit dem neuen Gesetz werden die bisherigen Zahlungen also um zehn Prozent abgesenkt. „Für viele berufsbildende Schulen sind das existenzielle Einschnitte“, so Müller.

 

Die große Bedeutung, die die Freien Schulen im Bereich der sozialen Ausbildungsberufe einnehmen, unterstreicht folgende Zahl: Allein im Bereich der Altenpflege sind in Thüringen von den 30 Berufsbildenden Schulen 15 in privater Trägerschaft, sieben in freigemeinnütziger Trägerschaft und nur acht in staatlicher Trägerschaft.

 

„Wir können uns eine Verschlechterung der Ausbildungssituation und einen möglichen Abbau von Ausbildungskapazitäten nicht leisten“, sagt Stefan Oßwald, der Schulexperte der LIGA. Er verweist auf die Zahl der Pflegebedürftigen, die sich in Thüringen zwischen 2012 und 2030 erhöhen wird. Die Zahl der benötigten Fachkräfte wird nach einer Studie des Thüringer Sozialministeriums um 48 Prozent steigen.

PM: Berufsbildende Schulen in Not: Neues Gesetz benachteiligt soziale Ausbildungsberufe LIGA fordert dringend Nachbesserungen

Erfurt, 24. August 2015.  Drastische Verschlechterungen zeichnen sich für die sozialen Ausbildungsberufe in Thüringen ab. Das ist eine der Folgen des neuen Gesetzes über Schulen in freier Trägerschaft. Durch die geplante Absenkung der finanziellen Zuschüsse für die sozialen Ausbildungsberufe geraten nach Einschätzung der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen einige Schulen sogar in Existenznot. Noch gravierender sind die gesellschaftlichen Folgen einer solchen Politik: Statt der dringend benötigten höheren Zahl an Pflegekräften würden weniger ausgebildet. Die LIGA fordert deshalb dringend Nachbesserungen an dem Gesetzentwurf.

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