PM: Sozialwirtschaft fehlen bis 2025 etwa 70.000 Fachkräfte in Thüringen

Thüringer Allianz für Berufsbildung und Fachkräftegewinnung „ein wichtiger Schritt“

 

Erfurt, 22. März 2016. Die neue Allianz für Berufsbildung und Fachkräftegewinnung in Thüringen ist gerade für den Bereich der Sozialwirtschaft ein wichtiger Schritt zur Deckung des Fachkräftebedarfs der Zukunft. Das unterstrich der Vorsitzende der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen, Reinhard Müller. Die LIGA ist einer der Partner des neuen Bündnisses, das sich zum Ziel gesetzt hat, konkrete Vereinbarungen mit entsprechenden Maßnahmen zu entwickeln, um dem wachsenden Fachkräftebedarf in Thüringen zu begegnen.

 

Die Sozialwirtschaft sei einer der größten Wachstumsmarkt bei der Beschäftigung in Thüringen, wenn nicht sogar der größte, unterstrich Müller. Die Branche hat in den nächsten Jahren einen hohen Bedarf an Fachkräften. In mehr als jeder dritten Einrichtung kann schon jetzt nach aktuellen Studien der Fachkräftebedarf nicht gedeckt werden. Laut Fachkräftestudie werden bis 2025 rund 70.000 Fachkräfte in der Thüringer Sozialwirtschaft benötigt.

 

Alle an der Allianz beteiligten Partner wollen gemeinsam auf die Verbesserung der Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen im Freistaat hinwirken. In der Sozialwirtschaft gelte es, die Bedingungen für gute Arbeit weiterzuentwickeln, unterstrich Müller. Dabei habe man nicht nur das Lohnniveau im Blick, sondern die Arbeitsbedingungen insgesamt.

 

Jetzt gelte es, sich auf den Weg zu machen, massiv für Berufe in der Sozialwirtschaft zu werben und diese auch bekannt zu machen. Müller verwies auf die erfolgreiche Imagekampagne „Pflege braucht Helden.“ An Ideen wie dieser könnten auch andere sozialwirtschaftliche Bereiche anknüpfen, um frühzeitig mit Interessenten in Berührung zu kommen. Man müsse mit umfassenden Informationen schon in der  Phase der Berufsorientierung ansetzen, so Müller. Die aktuelle Diskussion über die generalistische Ausbildung in der Pflege müsse beispielsweise so positiv abgeschlossen werden, dass sie einen Push für die Pflege ergebe.

 

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Dirk Bley
 
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