Gründung der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege im Landkreis Sömmerda am 01. Oktober 2014

Am 1. Oktober gründeten VertreterInnen der Einrichtungen und Organisationen der LIGA-Verbände in Sömmerda ihre lokale Kreisliga. Damit möchten sie ihre Zusammenarbeit noch besser koordinieren und sich gegenüber der lokalen Politik als überverbandlicher Ansprechpartner anbieten.

 

Im Landkreis Sömmerda erbringen die Sozialverbände in vielen Bereichen erfolgreiche und unverzichtbare Dienstleistungen der sozialen Arbeit, die die Lebensqualität der Bürger in Zusammenarbeit u.a. mit den Sozialämtern und anderen Einrichtungen fördern und sichern. 

 

Trotz guter Zusammenarbeit der Verbände  gab es  in den letzten Jahren keine kontinuierliche und verbindliche LIGA Arbeit, die als Ansprechpartner, Lobbyist und Vertreter übergreifend ansprechbar gewesen wäre.

 

In der LIGA der Sozialverbände  in Thüringen sind die jeweiligen Ligen der Landkreise zusammen geschlossen, sodass auch thüringenweit die sozialen Belange aus der Perspektive der Verbände kraftvoll vertreten werden.

 

Seit 2013 wurde im Kreis Sömmerda eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Verbänden auf den Weg gebracht, die nun zur Gründung einer gemeinsamen Vertretung als LIGA geführt hat.

Zur Kreisliga Sömmerda schließen sich folgende soziale Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege zusammen:

  • Diakonie Sozialstation St. Elisabeth gGmbH, Gebesee
  • Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V., Sömmerda
  • Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Sömmerda/Artern e.V., Sömmerda
  • THEPRA Landesverband Thüringen e.V., Sömmerda
  • Stiftung Finneck, Rastenberg
  • Netzwerk Regenbogen e.V., Sömmerda
  • Thüringer Ludothek e.V., Sömmerda
  • Thüringer Arbeitsloseninitiative - Arbeitslosen e.V.,  Sömmerda
  • Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda e.V., Sömmerda
  • Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Sömmerda e.V., Sömmerda

 

Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, die Rolle der Freien Wohlfahrtspflege dadurch zu stärken, dass die bestehenden Hilfsangebote und Dienste gefördert und entwickelt werden, um für die Bevölkerung zur Verfügung zu stehen.

 

Die Aufgaben der Kreisliga sind insbesondere:

  1. Erfahrungen aus der Arbeit der Organisationen auszutauschen und aktuelle Themen zu besprechen,
  2. Die Tätigkeit der in ihr zusammengeschlossenen Freien Wohlfahrtsorganisationen in sachdienlicher Weise zu koordinieren,
  3. Eine abgestimmte Zusammenarbeit mit dem Kreistag, der Landkreisverwaltung, mit politischen Parteien und anderen gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen auf Kreisebene  zu organisieren,
  4. Sich an der Planung sozialer Dienste durch den öffentlichen Träger zu beteiligen und eigene Planungsvorstellungen einzubringen,
  5. Sich dafür einzusetzen, dass die Subsidiarität der Freien Wohlfahrtspflege im Landkreis Beachtung findet,
  6. Für die Zusammenarbeit/Mitwirkung mit und in kommunalen Ausschüssen, Beiräten zu sorgen,
  7. Sich für die Förderung des Gemeinwohls durch die Einbeziehung und Förderung des freiwilligen bürgerschaftlichen Engagements einzusetzen,
  8. In den Medien und der Öffentlichkeit  über die Struktur und die Entwicklung der sozialen Dienstleistungen im Landkreis zu informieren.

 

Der Gründungsprozess am 1.10.2014 wurde durch Hans-Otto Schwiefert als Geschäftsführer der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Thüringen e.V. unterstützt.

Als Vorsitzender und Sprecher wurden Joachim Stopp (Stiftung Finneck) sowie als Stellvertreter Christian Karl, (ASB Kreisverband Sömmerda e.V.) gewählt. Die Gewählten bedankten sich für das Vertrauen der Vertreter der Verbände.

Als nächste Projekte sind vorgesehen:

  • Gemeinsamer Jahresempfang der Verbände  im Januar 2015
  • Erstellung einer Broschüre der sozialen Dienstleistungen im Kreis Sömmerda in Kooperation mit dem Landratsamt Sömmerda
  • Beschäftigung mit dem drohenden Wegfall der Förderung von sozialen Projekten durch das Bund-Land-Programm Soziale Stadt

 

Herr Stopp artikulierte nach seiner Wahl die Hoffnung, dass die intensive und von Vertrauen gekennzeichnete Zusammenarbeit der Träger im Kreis fortgesetzt wird, ermunterte alle an der Weiterentwicklung der Qualität sozialer Dienstleistungen im Kreis Interessierte, Themen einzubringen, und verwies darauf, dass mit der Gründung der Kreisliga nun auch offiziell ein gemeinsamer Ansprechpartner für soziale Themen zur Verfügung stehe.

 

 

 

 

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