Beirat Sozialplanung

Anknüpfend an die erfolgreiche Arbeit eines begleitenden Beirats zur LIGA-Machbarkeitsstudie etablierte die LIGA am 6. Oktober 2014 wieder einen Beirat Sozialplanung (Bericht zur konstituierenden Sitzung).

 

Der interdisziplinär besetzte Beirat soll als Impulsgeber, Denkfabrik und Stichwortgeber fungieren. Losgelöst von starren Strukturen denken die Mitglieder des Gremiums „über den Tag und Tellerrand“ hinaus und entwickeln Vorschläge zur Handhabung der Folgen und Herausforderungen des demografischen Wandels für die soziale Infrastruktur in Thüringen, besonders mit Blick auf den Erhalt der sozialen Daseinsvorsorge im ländlichen Raum. Auf diese Weise sollen insbesondere auf kommunaler Ebene die Akteure aus Politik, Verwaltung und (Sozial-) Wirtschaft für die Herausforderungen und den daraus resultierenden Handlungsbedarf nicht nur weiter sensibilisiert, sondern ihnen auch ganz konkret Lösungsansätze angeboten werden.

 

Im Mittelpunkt dieser innovativen Arbeitsstruktur stehen interessierte Persönlichkeiten als Expertinnen und Experten für das Soziale aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und allen Bereichen der Sozialwirtschaft.

 

Die aktuelle Beiratsperiode startete am 6. Oktober 2014 und endet im Herbst 2016. Insgesamt konnten 17 Persönlichkeiten für die Mitarbeit im Beirat gewonnen werden. Auf der konstituierenden Sitzung verständigte sich das Gremium über wesentliche Arbeitsschwerpunkte und die grundsätzliche Arbeitsweise.

 

 

Insgesamt fanden im Jahr 2015 drei Sitzungen des Beirates statt. So setzten sich die Mitglieder unter anderem mit den Perspektiven der Arbeitsmarktpolitik in Thüringen auseinander und diskutierten Ansatzpunkte für die Sozialplanung. Hierzu referierte Beiratsmitglied Prof. Dr. Behr und zeigte in seinem Vortrag die sehr positiven Entwicklungen der vergangenen Jahre auf, ging allerdings auch auf weiterhin bestehende Schwächen und Risiken in Thüringen ein. Zudem standen bei zwei weiteren Treffen in 2015 das Thema „Entwicklungsmöglichkeiten im ländlichen Raum“ sowie die Arbeit der Internationalen Bauausstellung in Thüringen (iBA Thüringen) im Fokus.

 

Im März 2016 fand im Landratsamt Gotha die nunmehr 5. Sitzung des Beirats Sozialplanung statt. Auf der Agenda stand vor dem Hintergrund der beabsichtigten Gebiets-, Verwaltungs- und Funktionalreform in Thüringen das Thema „Daseinsvorsorge nachhaltig sichern – neue Strukturen und Instrumente für den Freistaat Thüringen“.

 

Staatssekretär Dr. Klaus Sühl aus dem Thüringer Infrastruktur und Landwirtschaftsministerium erläuterte hierbei Potenziale der beabsichtigten Verwaltungs-, Funktional- und Gebietsreform. Nachdrücklich warb er für ein Querdenken im Prozess und die Notwendigkeit neue Wege zu gehen. In der Aussprache bestand Konsens über die Potenziale der Reform. Kritisch hinterfragt wurden insbesondere der ambitionierte Zeitplan und die Fragen der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern im Prozess.

 

Am 23. August fand in der Krügervilla des Paritätischen die 6. Sitzung statt. Diese setzte sich mit der Frage „Wie gelingt Thüringen die Integration von Flüchtlingen?“ auseinander. Nach einem inhaltlichen Input durch Frau Mirjam Kruppa, Beauftragte des Freistaates Thüringen für Integration, Migration und Flüchtlinge, widmeten sich die Beiratsmitglieder den konkreten Herausforderungen vor Ort und diskutierten Lösungsansätze. Insbesondere die Themen Sprache, Unterbringung, Integration in Arbeit, aber auch tagesaktuelle Aspekte wie die Wohnsitzauflage, wurden hierbei kontrovers diskutiert.

 

 

Die 7. Sitzung des Beirats im März 2017 widmete sich dem Thema „Schaffen im Alter. Herausforderungen und Potentiale Älterer im ländlichen Raum“. Die zentrale Frage war, wie sich das Zusammenleben Älterer so gestalten lässt, dass auch in Zeiten des demografischen Wandels ein qualitativ hochwertiges Altern in der gewohnten Umgebung möglich ist. Die TeilnehmerInnen berichteten von zahlreichen vorbildhaften Initiativen, die bereits existieren, und präsentierten ihre Visionen zur Gestaltung eines aktiven Alterns. Als problematisch, weil viel zu lang, erweist sich bislang der Weg gelungene Initiativen auf andere Kontexte zu übertragen. Hinsichtlich der mit einem aktiven Altern verbundenen Ziele waren sich die Diskussionsteilnehmer weitestgehend einig – dagegen haben sich sehr verschiedene Ansichten darüber gezeigt, welche Wege zu deren Erreichen gegangen werden sollten. 

Strategische Sozialplanung

Dr. Felix Wilke
 
(0361) 511499-20
Mandy Herzer
 
(0361) 511499-20

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