Gefährdetenhilfe

Die in der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossenen Verbände sind Träger sowohl von niederschwelligen wie auch spezialisierten ambulanten und stationären Einrichtungen und Diensten. Zielgruppe sind Menschen, deren Lebensverhältnisse mit besonderen sozialen Schwierigkeiten verbunden sind, zum Beispiel mit drohendem oder eingetretenem Wohnungsverlust in Verbindung mit Arbeitslosigkeit, Verschuldung, Suchtprobleme, Partnerschaftsprobleme, psychosoziale Problemen usw. Die Gefährdetenhilfe wendet sich ebenso an Menschen, die aus dem Strafvollzug entlassen werden und neu lernen müssen, selbst verantwortlich zu leben.

Die LIGA sieht ihre Aufgabe darin, die Interessen der Betroffenen gegenüber Politikern, Kostenträgern und Öffentlichkeit zu vertreten. Ziele sind:

  • die Interessen der betroffenen Menschen sowie der Einrichtungen und Dienste so zu vertreten, dass dieser Bereich anders wahrgenommen und beachtet wird,
  • dass die Politik ihre steuernde Rolle erkennt und übernimmt,
  • dass ein flächendeckendes Netz unterschiedlichster Angebote entsteht,
  • dass es zu einer engen Verknüpfung der unterschiedlichen Angebote öffentlicher und freier Träger kommt.

Über die Vernetzung hinaus ist der bedarfsgerechte Ausbau differenzierter, vernetzter,  ambulanter Hilfsangebote wie Fachberatungsstellen, niederschwellige Angebote (aufsuchende Sozialarbeit), Notschlafstellen, betreute Wohnformen, ambulante Hilfen, Tagesstätten, Beschäftigungsmöglichkeiten zur Tagesstrukturierung, Arbeitsangelegenheiten usw. notwendig. Wirksame Gefährdetenhilfe benötigt dazu gleitende Übergänge zwischen den stationären, teilstationären und ambulanten Hilfeformen und barrierefreie Zugänge zu den Bereichen Psychiatrie, Suchtkrankenhilfe und örtliches soziales Netzwerk.