Kurzbericht Fachgespräch „Gemeinsam Schule gestalten“ am 11.10.2013 im Thüringer Landtag

Es braucht eine gemeinsame Gesprächsebene und ein gemeinsames Verständnis von freien und staatlichen Schulträgern, um die wirklich großen Herausforderungen einer inklusiven Bildung in Thüringen umzusetzen. Das Fachgespräch „Gemeinsam Schule gestalten“ am 11.10.2013 sollte hierfür den Einstieg ermöglichen.

 


Die Kooperation zwischen staatlichen und freien Schulen ist zwar gesetzlich geregelt (§ 12 ThürSchfTG), eine Steuerung des Landes wird es aber nicht geben. Dies ist regionale bzw. lokale Aufgabe und vor Ort muss „Tacheles“ geredet werden. Soweit die Theorie - In der Praxis entsteht bei Freien Schulen der Eindruck, sie sind in viele Prozesse nicht eingebunden. Gerade wenn es Fragen wie Schulentwicklung, inklusive Bedingungen, Schulnetzplanung oder pädagogische/fachliche Austausche betrifft, sind kaum Kooperationen oder Berührungspunkte vorhanden oder nicht im Blick. Freie Schulen können und wollen sich jedoch fachlich in die lokalen Prozesse einbringen.

Auf diese Fragestellung konzentrierte sich das Fachgespräch. An drei Gesprächstischen zu den Themen:

  • „Haben Kooperationen einen gegenseitigen Mehrwert? - Was ist hinderlich, was förderlich?“
  • „Lehrkräfte an freien Schulen – Mit wem gemeinsam Schule gestalten?“
  • „Inklusive Beschulung - Was braucht das Kind?“

diskutierten VertreterInnen der LIGA Thüringen, freier Schulträger, der Fraktionen des Thüringer Landtags, der Schulämter und staatlicher Schulträger die weitere gemeinsamen Gestaltungsmöglichkeiten.

 


Als Einstieg diente das Impulsreferat „Inklusion: Wirkungen - Nebenwirkungen - Schlussfolgerungen am Beispiel des Förderschwerpunkts emotionale und soziale Entwicklung“ von Prof. Dr. Roland Stein, Universität Würzburg. Er verdeutlichte hier vor allem die derzeitige Ebene der Diskussion, nämlich die institutionsbezogene. Eine stärkere Orientierung an den konkreten Bedarfslagen von Kindern, Jugendlichen und deren Eltern sei aber von Nöten.

 


Im Ergebnis des Fachgespräches kann festgehalten werden, dass ein guter Anstoß zum gegenseitigen besseren Verständnis gegeben wurde. Die Zusammenarbeit zwischen der LIGA Thüringen, dem Thüringer Bildungsministerium sowie dem Thillm und den 5 Schulämtern muss nun zu den jeweiligen Schwerpunktthemen weiterverfolgt werden.