Kurzbericht zur Fachtagung „Kinder von Müttern und Vätern mit chronischen Erkrankungen sowie Behinderungen“ am 19.09.2013 im Landratsamt Altenburg

Am 19.09.2013 luden die Kooperationspartner LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V., Landesvereinigung für Gesundheits-förderung Thüringen e.V. und Landratsamt Altenburger Land – Fachdienst Gesundheit zur Fachtagung eines bisher kaum bearbeiteten Themas ein. Auf bundesweites Interesse von 100 Teilnehmenden trafen die Veranstalter, die erstmals die Situation von Kindern in den Mittelpunkt setzten, deren Mütter und Väter chronisch erkrankt oder behindert sind.

 


Hans-Otto Schwiefert, LIGA-Geschäftsführer, begrüßt die Anwesenden.

Diese Kinder wachsen unter besonderen Lebensumständen auf, in denen sie oft mit großer Stärke und Kompetenz gemeinsam mit ihren Eltern die Herausforderungen des täglichen Lebens meistern müssen. In diesem Prozess sollen Kinder stärker als bisher unterstützt werden. Dafür braucht es passgenaue Angebote.

Blick ins Publikum


„Die Veranstaltung nimmt nicht nur eine drängende Fragestellung auf, sondern sichert durch die Beteiligung aller relevanten Akteure im sozialen Bereich eine erfolgreiche Arbeit. Auf dieser Basis wird es möglich sein, neue Angebote zu entwickeln, bestehende Ansätze zu vernetzen und letztlich dafür zu sorgen, dass Kinder in solchen oftmals schwierigen Lebenssituationen auch einfach Kind sein dürfen.“ führte Hans-Otto Schwiefert, Geschäftsführer der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen in seiner Begrüßung aus.

An zwei Impulsreferate von Dr. Birgit Möller, Uniklinik Hamburg-Eppendorf, und Katja John, Uniklinik Gießen und Marburg, schloss sich eine Podiumsdiskussion an, die die Fragstellungen:

  • Haben Kinder aus belasteten Verhältnissen wirklich andere Bedarfe als „normale“ Kinder?
  • Wer bekennt sich als Fürsprecher für diese Kinder und ihre Familien?
  • Wie kann ein Netzwerk entstehen bzw. gestärkt werden?
  • Wer können Multiplikatoren sein?
  • Was sind die nächsten Schritte?


aufnahm. In der sich anschließenden Arbeitsphase hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit an zwei Workshops zu den Schwerpunkten:

  • Kinder von Eltern mit Suchterkrankungen
  • Kinder von Eltern mit psychischen Erkrankungen
  • Kinder von Eltern mit somatischen Erkrankungen
  • Kinder von Eltern mit Behinderungen


teilzunehmen. In jedem Workshop standen PraxisvertreterInnen zur Verfügung, die ihr konkretes Projekt vorstellten und die gemeinsamen Umsetzungsmöglichkeiten mit den Teilnehmenden diskutierten.

Kontaktdaten für weitere Nachfragen zu den Projekten:

 

Alle Referate, die uns zur Verfügung gestellt wurden, finden Sie zum Abruf auf den Internetseiten der LIGA Thüringen (www.liga-thueringen.de) und der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen (www.agethur.de).

In Fortsetzung des Fachtages wird es im Frühjahr 2014 eine Werkstatt im Landkreis Altenburger Land geben, um das Thema in der Kommune weiterzuverfolgen und konkrete Schritte der Zusammenarbeit zu vereinbaren. Eine Übertragbarkeit auf andere Landkreise ist angedacht.