Kurzbericht zum Fachtag vom 28.02.2012

2. Expertengespräch zur Vermeidung geschlossener - Unterbringung in Heimen der Eingliederungshilfe nach § 1906 BGB

 

Am 28.02.2012 fand in den Räumen der Marie-Seebach-Stiftung in Weimar das 2. Expertengespräch zur Vermeidung geschlossener Unterbringung in Heimen der Eingliederungshilfe nach § 1906 BGB statt.

Dieser Fachtag wurde unter Mitwirkung der LIGA sowie des DGSP, dem Bundesverband der Berufsbetreuer, Herr Uwe Jaekel, Richter am Amtsgericht Mühlhausen, und Chefarzt Dr. Richard Serfling, Chefarzt Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Sophien- und Hufeland-Klinikum Weimar, ausgerichtet. Nach dem im November 2010 stattgefundenen Fachtag mit dem Thema „Geschlossene Unterbringung in Thüringen – eine Standortbestimmung“ und dem 1. Expertengespräch im Mai 2011 in Erfurt, in dem mögliche Strategien zur Vermeidung geschlossener Unterbringung erörtert wurden, setzte dieses 2. Expertengespräch einen regionalen Schwerpunkt auf die Region Weimar, Apolda und Weimarer Land.

Der Mensch in seiner Krise und besonderen schwierigen Situation führt Angehörige, Helfende und Verantwortliche nicht selten an den Rand der Handlungsfähigkeit. Der Antrag auf Unterbringung nach § 1906 BGB wird dann oft als einziger Ausweg gesehen. Menschen mit diesen häufig sehr komplexen Problemlagen und besonders hohen Unterstützungsbedarf benötigen ein individuelles, gut in den Verantwortlichkeiten abgestimmtes und bedarfsorientiertes Hilfeangebot der verschiedensten Akteure, sowohl aus dem privaten Umfeld, wie auch dem professionellen und nichtprofessionellen Bereich.

Nach einer thematischen Einführung durch Dirk Bennewitz vom DGSP, wurden von Herrn Dr. med. Serfling, sowie Herrn Martin Kristen, Bundesverband der Berufsbetreuer, Landesgruppe Thüringen, zwei Praxisbeispiele vorgestellt. Diese dienten als Grundlage für die Gespräche in den anschließenden Workshops.

In zwei Workshops wurden erfolgreiche Strategien zur Vermeidung von geschlossener Unterbringung diskutiert. Im Vordergrund standen dabei drei Fragen:

  • Welche Chancen bietet gute Vernetzung, wo sind die Grenzen von Vernetzung?
  • Was muss eine Region leisten, um geschlossene Unterbringung zu vermeiden?
  • Was braucht man mehr, um geschlossene Unterbringung zu vermeiden?

Die Ergebnisse