15.000 Kita-Postkarten wurden am 23.08. im Landtag übergeben. +++ mehr dazu unter Aktuelles ***

PM: „Die Erzieherinnen sind am Limit angelangt“

CDU-Generalsekretär Raymond Walk absolvierte ein Praktikum in Eisenacher Kindergarten

Eisenach/Erfurt, 12.07.2017  Raymond Walk, der CDU-Generalsekretär, war  beeindruckt: „Ich komme von der Polizei. Ihnen und den Kolleginnen geht es ähnlich – sie sind am Limit angelangt.“ Walk hatte zuvor in der Kita „Spielkiste“ in Eisenach im Rahmen der aktuellen Kita-Aktion der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege ein Praktikum absolviert. Dabei hatte er sich selbst ein Bild von den Belastungen gemacht, denen die pädagogischen Fachkräfte ausgesetzt sind. In einer Kindergruppe unterstützte er die Mitarbeiterinnen nach der Mittagspause beim Aufstehen der Kinder und beim Zubereiten und Austeilen der Vesper. Danach sagte er voller Anerkennung für den Beruf: „Jetzt weiß ich, was ein Personalschlüssel ist.“

 

Walk war der erste Politiker, der im Rahmen der Kita-Aktion „Qualität hat Vorfahrt“  ein derartiges Praktikum hinter sich gebracht hat. Weitere Praktika von Politikerinnen und Politikern der anderen Landtagsparteien werden in den nächsten Wochen folgen.  Mit diesen Praktika soll den Landtagsabgeordneten gezeigt werden, wie die reale Situation in den Thüringer Kitas ist, unter welchen Belastungen die  Erzieherinnen und Erzieher leiden.

 

Raymond Walk zeigte sich nach dem Praktikum tief beeindruckt von den Leistungen, die in den Thüringer Kitas erbracht werden. Er dankte den Mitarbeitenden, fügte aber gleich hinzu: „Danke kostet erst einmal kein Geld, dann wird es schwierig.“

 

Denn dass die von der LIGA angemahnten Verbesserungen nicht ohne mehr finanzielle Mittel zu erreichen sind,  ist allen Beteiligten klar. Raymond Walk sagte seine Unterstützung bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen der Kita-Arbeit zu. Bis zur Anhörung des entsprechenden Gesetzes im Landtag sollen die Forderungen der LIGA auch mit Zahlenmaterial untermauert werden.

 

Nach Einschätzung der LIGA fehlen in den Thüringer Kitas etwa 8000 Fachkräfte.  Die LIGA fordert bei ihrer Aktion eine deutliche Anhebung des Personalschlüssels für die Kitas, mehr Zeit für Leitungsaufgaben zu schaffen, die Fachberatung abzusichern und gute Rahmenbedingungen für die Inklusion für Kinder mit besonderem Förderbedarf zu schaffen.

Fachtag: "Berufsorientierung SOZIAL - Labsal statt Schülerqual" am 19.09. in Erfurt

Nachwuchsgewinnung clever lösen - Umsetzung in Kooperation Schule – Einrichtung

Proaktiv Nachwuchs für die sozialen und pflegerischen Arbeitsfelder zu gewinnen ist das Schlüsselthema für die Einrichtungen und Dienste in der Sozialwirtschaft im Rahmen der Zukunftssicherung. Diesem Schlüsselthema widmet sich die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen in einer Fachveranstaltung, zu der wir Sie recht herzlich einladen.

 

Unter dem Titel „Berufsorientierung SOZIAL – Labsal statt Schülerqual ?!“ werden wir gemeinsam mit Ihnen am 19.09.2017 in Erfurt über verschiedene Aspekte für eine gelingende Berufswahlentscheidung diskutieren. Das Ziel ist ein sehr praxisnaher Fachtag.

 

Verabschiedung von Diözesan-Caritasdirektor Heller am 21.06.

 

Am 21. Juni wurde Diözesan-Caritasdirektor Bruno Heller in Erfurt feierlich aus seinem Amt verabschiedet.

 

Domkapitular Heller war 31 Jahre bei der Caritas und fast 25 Jahre Direktor des Caritasverbandes für das Bistum Erfurt e.V. Ebenfalls seit 25 Jahren prägte Direktor Heller die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen aktiv mit. In dieser Zeit hatte er zweimal den LIGA-Vorsitz inne.

 

Die Festreden hielten der Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes (DCV) Prof. Georg Cremer aus Freiburg und Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow.

 

Zum Gottesdienst und anschließenden Festakt im comcenter am Erfurter Brühl kamen gut 300 Gäste aus nah und fern. Nachfolger im Amt des Diözesan-Caritasdirektors wird ab 1. Juli 2017 Herr Wolfgang Langer aus Jena, der im Rahmen des Festaktes bereits herzlich begrüßt wurde und seine Ernennungsurkunde aus den Händen von Bischof Dr. Neymeyr erhielt.

 

 

PM: Fast jeder zehnte Thüringer ist überschuldet

„Überschuldete brauchen starke Beratung“ - Aktionswoche Schuldnerberatung 2017

 

Eisenach, 21. Juni 2017. „Wenn Menschen in finanzielle Not geraten, brauchen sie – unabhängig von der Einkommenssituation – Unterstützung. Denn Überschuldung destabilisiert die Betroffenen in verschiedener Weise, nicht nur durch ungeklärte rechtliche, wirtschaftliche und soziale Fragen, sondern auch in psychischer und gesundheitlicher Hinsicht“, so Wolfgang Schubert, LIGA-Vorsitzender und Vorstandsvorsitzender des DRK Landesverbandes Thüringen anlässlich der bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung. Nicht selten entstehe ein Teufelskreis, den die Betroffenen ohne Begleitung nicht durchbrechen können.

 

Zu hohe Schulden sind kein Einzelfall: 2016 war fast jeder zehnte Thüringer Bürger überschuldet. Das geht aus dem Schuldenatlas der Auskunftei Creditreform hervor. Nur zehn Prozent der überschuldeten Thüringer wurden allerdings in einer Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstelle beraten. Hauptursachen für die Überschuldung der Thüringer sind Arbeitslosigkeit, längerfristiges Niedrigeinkommen, gesundheitliche Probleme, Trennung oder Tod des Partners. Verschuldete Menschen finden derzeit in 27 Thüringer Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen kompetente Beratung und Unterstützung.

 

Um die Öffentlichkeit für die Themen privater Überschuldung und Schuldnerberatung zu sensibilisieren, ruft die Arbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung der Verbände jährlich zu einer bundesweiten Aktionswoche Schuldnerberatung auf. Laut Schubert, seien politische Entscheidungsträger mehr denn je aufgefordert, die Rahmenbedingungen für eine fachlich gute Schuldnerberatung zu verbessern.

 

„Ein flächendeckendes, niederschwelliges und offenes Beratungsstellennetz ist notwendig, um den tatsächlichen Bedarf an Beratung zu decken und lange Wartezeiten zu vermeiden“, so Schubert. „Das gilt insbesondere im ländlichen Raum.“ Notwendig sei auch der politische Wille, die finanzielle Kompetenz von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen zu stärken. Das helfe, die Problematik von Ver- und Überschuldung langfristig zu reduzieren. „Zudem muss die Finanzierung der Schuldnerberatung nachhaltig gesichert werden.“ Darüber hinaus arbeitet die soziale Schuldnerberatung in Thüringen mit hohen Qualitätsstandards, die für die Beratungsfachkräfte regelmäßige Fortbildungen, gerechte Löhne und ausreichende Sachkosten voraussetzt.

 

Für Rückfragen zum Thema steht Ihnen Frau Anja Draber, von der LIGA-Fachberatungsstelle für Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen und Schuldenprävention in Thüringen,  Tel. 0361 / 74438 120  zur Verfügung.

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