Fachtag: „Bürger richtig beteiligen. Weil jede Stimme zählt!“ am 24.10.2017. +++ mehr dazu unter Aktuelles ***

Fachtag Jugendhilfe 3.0 - Qualifizierung der Mitglieder der örtlichen Jugendhilfeausschüsse in Thüringen am 15.06.2016

Seit 2013 bietet die LIGA-Thüringen gemeinsam mit dem Landesjugendring Thüringen allen Mitgliedern der örtlichen Jugendhilfeausschüsse in Thüringen eine Plattform zum Austausch aber auch fachliche Unterstützung für die Bewältigung der Herausforderungen in der Arbeit in den Jugendhilfeausschüssen. Dabei geht es stets um ein aktiv zu gestaltendes Gemeinwesen vor Ort, dem Analysieren von demokratischen Mitwirkungsmöglichkeiten und dem Erkennen von Potentialen zur Weiterentwicklung der Jugendhilfe.

 

Am 15.06.2015 wurde im Rahmen des Fachtags Jugendhilfe 3.0, in der Fachhochschule Erfurt, der Schwerpunkt auf den Konflikt zwischen Bundes-, Länder und Kommunalrecht gelegt.

 

Mitglieder der Jugendhilfeausschüsse unterliegen häufig Zwängen und Abhängigkeiten, welche die Umsetzung des Auftrags des SGB VIII erschweren oder sogar blockieren können. Konkret ist die Arbeit im Jugendhilfeausschuss in den über 600 Jugendämtern in Deutschland sehr unterschiedlich organisiert. Zwar gibt das SGB VIII bundeseinheitliche Rahmennormen vor, doch das „Nähere“ (§ 71 Abs. 3) wird durch Landesrecht geregelt. Landesspezifische Konkretisierungen finden sich auch in den Landkreisordnungen und Gemeindeordnungen. In aller Regel finden diese Vorgaben dann weitere Präzisierungen in den „Jugendamtssatzungen“ der Kommunen. Und dann gibt es noch manche Gepflogenheiten und Praktiken, die oft für konkrete Abläufe von großer Bedeutung sind, die sich aber nirgendwo schriftlich niedergelegt finden, sondern die einfach überkommene Praxis sind.

 

Gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner, dem "Vater" des SGB VIII, wurde im Rahmen des Fachtags dieses Spannungsfeld diskutiert.

 

 

Darüber hinaus hat Herr Wiesner den Teilnehmenden sehr anschaulich und unterhaltsam das besondere Amt – das Jugendamt vorgestellt und die Idee des JHA, als „Störelement“ im politisch administrativen Gefüge der Kommunalverwaltung, verdeutlicht.

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PM: Neue Kreis-LIGA bündelt Kräfte der Freien Wohlfahrtspflege

„Wir wollen der sozialpolitische Motor im Kreis sein"

Neuhaus a. Rw./Sonneberg.  Sozialpolitische Anliegen sollen im Landkreis Sonneberg in der politischen Debatte ein größeres Gewicht bekommen. Die neugegründete LIGA der Freien Wohlfahrtspflege im Kreis will dazu die Interessen der Sozialverbände bündeln und gemeinsam in die öffentliche Debatte einbringen. „Wir wollen der sozialpolitische Motor im Kreis sein“, so die Vorsitzende der LIGA, Katrin Welke, Geschäftsführerin der Rennsteig-Werkstätten in Neuhaus.  Ein zentrales Anliegen ist der Handlungsvorrang der Freien Wohlfahrtspflege im Landkreis.

In der neuen Kreis-LIGA haben sich die Arbeiterwohlfahrt (Awo), der PARITÄTISCHE, das Deutsche Rote Kreuz und das Diakonische Werk zusammengeschlossen. Gemeinsames Ziel ist es, die Rolle der Freien Wohlfahrtspflege im Landkreis zu stärken.

 

 

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PM: Aktionswoche Schuldnerberatung 2016: Krankheit führt oft in die Überschuldung

Krankheit führt oft in die Überschuldung. Gesundheitliche Probleme wie Krankheit, Sucht oder Unfallfolgen sind für jeden siebten Klienten (13,5 Prozent) einer Schuldnerberatungsstelle der hauptsächliche Auslöser für die finanziellen Probleme.  Das geht aus einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes hervor, an der auch die Thüringer Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen teilgenommen haben. Noch höher liegt der Anteil der Betroffenen unter den arbeitslosen Menschen. Bei 16,6 Prozent der Arbeitslosen sind gesundheitliche Probleme der Auslöser für Überschuldung, so Anja Draber von der LIGA Fachberatungsstelle für Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen und Schuldenprävention in Thüringen.

 

Auf die weitreichenden Folgen von Überschuldung macht auch die Aktionswoche Schuldnerberatung aufmerksam, die noch bis zum 10. Juni läuft. Sie steht unter dem Motto „Schulden machen krank – Krankheit macht Schulden.“

 

Überschuldete Personen haben gegenüber nicht Überschuldeten ein zwei- bis dreifach höheres Risiko krank zu werden. Als Reaktion auf die finanzielle Krise kommt es zu psychischen, physischen und psychosomatischen Leiden. Die finanzielle Notlage beeinflusst auch das individuelle Gesundheitshalten negativ, beispielsweise wenn es um gesunde Ernährung oder ausreichende Bewegung geht. Und: Überschuldete haben geringere Chancen, sich mit angemessenen Gesundheitsleistungen versorgen zu können. Die Beratungsstellen berichten immer wieder von Fällen, bei denen überschuldete Menschen ihre ärztlichen Rezepte nicht einlösen, weil sie die Zuzahlungen für Medikamente nicht aufbringen können. Außerdem sind sie oft nur schlecht über kostenlose Gesundheitsleistungen und Vorsorgeuntersuchungen informiert und nehmen diese nur selten in Anspruch.

 

Rückfragen an:

 

Anja Draber

Familienorientierte Überschuldungsprävention der LIGA Fachberatungsstelle für Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung und Schuldenprävention.

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0361 744 38 120

 

PM: Land und Wohlfahrtsverbände vereinbaren enge Kooperation bei Erarbeitung des Thüringer Integrationskonzeptes

Erfurt, 18. Mai 2016. Die Thüringer Landesregierung und die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen wollen bei der Erarbeitung eines Integrationskonzeptes  für Thüringen eng zusammenarbeiten. Das vereinbarten beide Seiten bei dem  Sozialmonitoring in der Staatskanzlei. In diesen zwei Mal jährlich stattfindenden Runden stimmen sich Wohlfahrtsverbände und Landesregierung gemeinsame Projekte auf sozialpolitischem Gebiet in Thüringen ab.

 

 

Einig waren sich beide Seiten, dass die Erarbeitung des Integrationskonzeptes  von der Einbindung aller Beteiligter, von den Kommunen bis zu den Wohlfahrtsverbänden, lebt. Die Migrationsbeauftragte des Landes,  Mirjam Kruppa, will vor der  Sommerpause einen Eckpunkteplan für dieses Konzept vorlegen. Hervorgehoben wurde in der Runde die wichtige Rolle der  Wohlfahrtsverbände, die mit ihrem Engagement eine zentrale Rolle in der Flüchtlings- und Integrationspolitik spielten.

 

Bei der Organisation einer gezielten Zuwanderung nach Thüringen und einer entsprechenden Zuwanderungskampagne werden die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege  die Landesregierung unterstützen.  Bis 2025 werden in Thüringen 280.000 Fachkräfte benötigt. Bei dem Werben um Zuwanderer setzt Thüringen zum einen auf die Integration von Flüchtlingen,  zum anderen aber auch auf  aktive Werbung von Fachkräften im europäischen Umfeld wie Spanien oder Portugal. Ein erstes Projekt, bei dem griechische Jugendliche für  eine Ausbildung im Pflegebereich gewonnen wurden, ist erfolgreich angelaufen.

 

 

Die Landesregierung wirbt gleichzeitig intensiv dafür, dass Flüchtlinge auch in Thüringen bleiben.  Dabei baut man auch auf  die sozialen und arbeitsmarktpolitischen Erfolgskonzepte der Wohlfahrtsverbände. Einig war sich die Runde, dass das Werben um Zuwanderer einhergehen muss mit guten Angeboten für diejenigen, die bereits hier sind. Ihnen müssten Wohnungen, Ausbildungs- und Arbeitsplätze ebenso wie Kita-Plätze angeboten werden.

Dieser eigene Thüringer Ansatz, der sich deutlich von dem anderer Landesregierungen unterscheidet, fand in der Runde die Zustimmung der Wohlfahrtsverbände. Das gilt ebenso für das bundespolitische Werben der Landesregierung um die Möglichkeit eines „Spurwechsels“ für Asylbewerber. Ein Wechsel von dem Asylverfahren in die Arbeitsmigration müsse ermöglicht werden, forderten Land und Wohlfahrtsverbände einhellig in Richtung Bundesregierung. Die Wohlfahrtsverbände wollen sich auch auf Bundesebene für entsprechende Regelungen einsetzen.

 

 

Auf die deutlich zurückgehenden Flüchtlingszahlen wollen Land und Wohlfahrtsverbände mit einer größeren Flexibilität bei der Nutzung vorhandener Einrichtungen und Angebote reagieren. Allerdings ist es notwendig, auch weiter Einrichtungen vorzuhalten, da es noch keine Zahlen der Bundesregierung über die erwartete Zuwanderung im Jahr 2016 gibt, auf deren Basis man dann planen könnte. Die LIGA regte in der Runde an zu prüfen, inwieweit bestehende Einrichtungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gemeinsam für Maßnahmen der Erziehungshilfe für alle Kinder und Jugendlichen, also ausländische und deutsche, genutzt werden können.

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