LIGA Fachtag zum Thema "Schnittstelle Vorlljährigkeit" am 28.02. * mehr dazu unter Aktuelles ***

6. Sitzung des Beirats Sozialplanung am 23. August 2016

Zu seiner vorerst letzten Sitzung in der aktuellen Periode kam am 23. August der Beirat Sozialplanung zusammen. Zu Gast in der Krügervilla des Paritätischen in Neudietendorf setzten sich die Beiratsmitglieder mit der Frage „Wie gelingt Thüringen die Integration von Flüchtlingen?“ auseinander.

Frau Mirjam Kruppa, Beauftragte des Freistaates Thüringen für Integration, Migration und Flüchtlinge, gab zum Einstieg einen Input zum Thema und Erläuterte die ihre Vorstellungen.

 

 

In einer intensiven Diskussion widmeten sich die Beiratsmitglieder den konkreten Herausforderungen vor Ort und diskutierten Lösungsansätze. Insbesondere die Themen Sprache, Unterbringung, Integration in Arbeit, aber auch tagesaktuelle Aspekte wie die Wohnsitzauflage, wurden hierbei kontrovers diskutiert.

Anfang 2017 wird der Beirat Sozialplanung der LIGA Thüringen in seine nunmehr dritte Periode eintreten.

Aktuelle Informationen zur Arbeit und der Zielsetzung des Beirats finden Sie unter Sozialplanung/Beirat.

 

PM: Willkommen in der Pflege: Thüringer Hauptschülerinnen und Hauptschülern wird Berufseinstieg ermöglicht

Hauptschülerinnen und Hauptschüler in Thüringen können jetzt auch direkt in den Pflegeberuf einsteigen. Das Thüringer Pflegehelfergesetz wurde entsprechend geändert. Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege begrüßt die Änderung, nach der nunmehr für die Ausbildung zum/zur Altenpflegehelfer/-in oder Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-in  ein Hauptschulabschluss ausreichend ist. „Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt unternommen worden, um die Pflegeberufe für möglichst viele junge Thüringerinnen und Thüringer attraktiv zu machen“, so Hans-Otto Schwiefert, der Landesgeschäftsführer der LIGA.

 

In Thüringen wird sich die Anzahl der Pflegebedürftigen  den Prognosen zufolge zwischen 2012 und 2030 um etwa 32 Prozent erhöhen, gleichzeitig wächst die Zahl der benötigten Fach- und Hilfskräfte im selben Zeitraum um 48 Prozent an. Daraus errechnet sich ein zusätzlicher Bedarf an Pflegekräften bis 2020 von 3540 Personen, der bis zum Jahr 2030 auf 7944 steigt.

 

Schwiefert: „Der Pflegeberuf ist ein Beruf mit einer sicheren Perspektive und ist mit diesen neuen Regelungen deutlich durchlässiger geworden.“ Außerdem werde so ein verbesserter Zugang qualifizierter ausländischer Fachkräfte zum deutschen Arbeitsmarkt ermöglicht. Denn in vielen anderen Staaten liegt der Zugang zu einer Ausbildung im pflegerischen Bereich unter dem bisher in Thüringen geforderten mittleren Bildungsabschluss. "Damit wird die Konkurrenzposition Thüringens beim Werben um künftige Fachkräfte angeglichen und gestärkt“, so Schwiefert.

 

Die Ausbildung zur Pflegehilfskraft ist attraktiv. Sie dauert nur ein Jahr und bietet weitere berufliche Perspektiven. Nach dem Abschluss kann eine auf zwei Jahre verkürzte Ausbildung zur Pflegefachkraft absolviert werden. Weitere Aufstiegsmöglichkeiten sind nach fachspezifischen Weiterbildungen möglich. Thüringens Sozialministerin Heike Werner (Linkspartei) hatte nach der Verabschiedung des Gesetzes erklärt: „Wir wollen die Qualität in der Pflege erhalten und stärken. Auch in diesem Sinn ist die Öffnung der Pflegeausbildung für Hauptschülerinnen und Hauptschüler ein wichtiger Schritt.“

PM: Landesblindengeld bleibt zwei Jahre unter Bundesdurchschnitt

Erfurt, 12.08.16 Die stufenweise Erhöhung des Blindengeldes in Thüringen ist nach Einschätzung der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Allerdings weist der Verband darauf, dass das Blindengeld in Thüringen für die nächsten zwei Jahre noch immer unter dem Bundesdurchschnitt liegen wird. Die Angleichung wird erst dann das Niveau des jetzigen Bundesschnitts erreichen. Daher schlägt die LIGA dem Landtag vor, spätestens zu diesem Zeitpunkt das Landesblindengeld einer erneuten Prüfung zu unterziehen und dies auch im jetzigen Gesetzentwurf, der nach der Sommerpause im Landtag behandelt wird, festzuschreiben.

 

Mehr Geld fordert der Verband auch für die taubblinden Menschen in Thüringen. Der besondere Mehrbedarf für Taubblinde sei mit den jetzt geplanten 100 Euro zusätzlich zum eigentlichen Blindengeld nicht ausreichend zu kompensieren. Thüringen bleibe auch hier unter dem Durchschnitt.

 

Die LIGA fordert außerdem die Einführung eines Gehörlosengeldes, wie es in einigen anderen Bundesländern schon der Fall ist. Auch Gehörlose haben, so der Verband, Anspruch auf einen angemessenen Nachteilsausgleich, beispielsweise für Gebärdendolmetscherkosten.  Dies solle entweder im Rahmen dieses Gesetzes oder zeitnah in einem neuen Gesetz nachgeholt werden.

 

Das Landesblindengeld in Höhe von künftig 320 Euro pro Monat soll rückwirkend zum Juli dieses Jahres gezahlt werden. Zwei weitere Erhöhungen um jeweils 40 Euro sind für 2017 und 2018 vereinbart.

Einladung zum Fachforum Gebiets- und Funktionalreform in Thüringen – "Zukunftsfeste Strukturen für die Thüringer Sozialwirtschaft?!"

Die Verwaltungs-, Funktional- und Gebietsreform bildet eines der zentralen Reformvorhaben der Thüringer Landesregierung. Die öffentliche Debatte wird aktuell durch Fragen nach der künftigen Größe und den Zuschnitten der kommunalen Gebietskörperschaften dominiert. Verwaltungs- und Funktionalreform hingegen spielen nach unserer Einschätzung eine untergeordnete Rolle.

 

Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege möchte mit einem Fachforum zu diesen Aspekten eine inhaltliche Debatte anstoßen und ihre eigenen Vorstellungen einbringen.

 

Dienstag, 30. August 2016, 15:00 - 17:00 Uhr

Evangelisches Augustinerkloster Erfurt, Raum „von Staupitz“

Augustinerstraße 10, 99084 Erfurt

 

Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten, Herrn Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, sowie Herrn Prof. Dr. Stephan Grohs von der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer zwei prominente Referenten gewinnen konnten.

 

   

Gerne würden wir im Rahmen der Veranstaltung auch mit Ihnen zu diesen wichtigen Fragestellungen ins Gespräch kommen und laden Sie herzlich zu diesem Fachforum ein.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zur Anmeldung entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Veranstaltungsflyer.

 

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