Rückblick auf das 2. Zukunftsforum Ehrenamt vom 06.09. * mehr dazu unter Aktuelles ***

Digitalisierung und die Daseinsfürsorge in Thüringen oder: Was wir von Estland lernen können.

LIGA Vorsitzender Christoph Stolte im Gespräch mit FDP Landesvorsitzenden Thomas KemmerichUnsere Gesellschaft ist vielfältig und komplex. Doch Komplex bedeutet nicht zwangsläufig kompliziert! Vielmehr fordert es von Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft neue Ideen zu entwickeln sowie vernetzte Strukturen und Integrierte Handlungsmuster zu schaffen. Das sind große Aufgaben über die wir mit dem Thüringer FDP-Landesvorsitzenden Thomas L. Kemmerich gesprochen haben.

 

In diesem Gespräch ging es u.a. um den Abbau von Bürokratie, um den Zusammenhang von Digitalisierung und Daseinsfürsorge und um die Förderung des ländlichen Raums im Freistaat. Wie können durch neue Konzepte (auch der Mobilität) wieder Räume der Begegnung und Versorgung geschaffen werden? Dabei wurde oft Estland, das kleine Land im Baltikum, von Thomas Kemmerich als positives Beispiel genannt.

 

Der Blick auf den Arbeitsmarkt in Thüringen macht deutlich, dass es vor allem um die Gewinnung von Fachkräften und eine nachhaltige Attraktivität von Arbeitsplätzen geht. Aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmersicht wurden die Perspektiven beleuchtet und darüber gesprochen, welche Rolle das von der FDP vorgeschlagene „liberale Bürgergeld“ spielen könnte.

 

„Wir müssen im Gespräch bleiben“, hieß es abschließend, um auf die gesellschaftlichen Entwicklungen reagieren zu können.

 

„Gut leben in Thüringen – Familien stärken.“ – unter diesem Motto setzt sich die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen dafür ein, dass den Menschen im Freistaat notwendige Unterstützungsstrukturen und Angebote zur Verfügung stehen. In Spitzengesprächen mit den Fraktionen des Thüringer Landtags, in Debatten mit den Thüringer Ministerien, in überregionalen Fachtagen und Aktionen setzt sich die LIGA dafür ein, das Thüringen sozial bleibt.

Ein donnerndes Sowohl-als-auch

Die LIGA Thüringen - hier vertreten durch v.l. Wolfgang Langer (Caritas), Hans-Otto Schwiefert (LIGA GSt), Christoph Stolte (Diakonie und LIGA Vorsitzender) und Stefan Werner (Der Paritätische)Willy Brandt war sehr präsent, ein Satz von ihm wurde von Wolfgang Tiefensee mehrmals zitiert: „Wir sagen hier ein donnerndes Sowohl-als-auch.“ Unser Gespräch mit Vertretern der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag und Wirtschaftsminister Tiefensee (SPD) betraf natürlich Fragen, die sich auf die Ressortverantwortung des Ministers bezogen, führte aber sehr schnell in grundlegende gesellschaftliche und soziale Fragen. Kosten für Wohnraum, sozialer Wohnungsbau, Entwicklungen im ländlichen Raum und Infrastruktur sozialer Dienstleistungen waren zentrale Punkte für den Austausch. Und da war es, das Sowohl-als-auch: Interessen von Wirtschaft, Industrie und Handwerk in Balance bringen zu den Bedürfnissen der Menschen, die sich als abgehängt und benachteiligt fühlen, weil Mieten steigen oder Regionen in ihrer Wirtschaftskraft und mit öffentlichen Angeboten schrumpfen.

 

Wie steht es um das ehrenamtliche bürgerschaftliche Engagement? Was können Landespolitik und Wohlfahrtsverbände gemeinsam tun, zum Beispiel gegen Tendenzen von Isolierung und Vereinsamung? Kita-Finanzierung, die Förderung von kleinen, wohnortnahen Pflegeeinrichtungen und der Fachkräftemangel in der Sozialarbeit waren mit auf der Gesprächs-Agenda.

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„Nichts über uns ohne uns“

Einführung der talkrunde durch Hagen MittelstädtDieser Grundsatz der Behindertenbewegung hat sich seit den 80er Jahren immer stärker im Bewusstsein der Gesellschaft verankert und wurde so zum Leitsatz der UN-Behindertenrechtskonvention.

 

Das LIGA Projekt “Wie macht man Teilhabe? Inklusion durch Umbau der Angebote gemeinsam verwirklichen“, begreift Teilhabe und Partizipation als elementaren Bestandteil des Projektauftrags. Gemeinsam mit Menschen mit Beeinträchtigung setzten sie ihn zum vierten Infotag des Projektes konsequent um.

 

Im Rahmen des diesjährigen Tages der Offenen Tür des Thüringer Landtages trafen Menschen mit Behinderung und politische Entscheidungsträgerinnen auf Augenhöhe zusammen. In einer lockeren Talkrunde diskutierten zwei Projektbeteiligte mit Heike Werner, Thüringer Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie und den Sprecherinnen der Fraktionen des Landtags zu Themen, die die Menschen mit Beeinträchtigung aus den der Modelleinrichtungen mitbrachten. Im Laufe der Diskussion wurde deutlich, dass Menschen mit Beeinträchtigung besser in Entscheidungsprozesse mit einbezogen und mitgenommen werden müssen und das wichtige Interesse Entscheidungen der Politik transparent zu machen. Zum Beispiel durch Leichte Sprache.

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