Fachtag "Gut leben in Thüringen - Distanzen gemeinsam überwinden" am 12. Juni ***

PM: Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e. V. lehnt die Etablierung von AnKER-Zentren in Thüringen ab

(Erfurt, 16.05.2018) Die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen fordert die Thüringer Landesregierung auf, von der Etablierung von sogenannten Ankunfts-, Entscheidungs- und Rückführungszentren (AnKER-Zentren) bzw. Einrichtungen mit vergleichbaren Rahmenbedingungen in Thüringen Abstand zu nehmen. Außerdem sollte darauf hingewirkt werden, dass auch in anderen Bundesländern keine vergleichbaren Einrichtungen entstehen. 

 

„Eine bis zu 18 Monate dauernde isolierte Unterbringung von Geflüchteten steht einer humanen rechtsstaatlichen und auf Integration ausgerichteten Flüchtlingspolitik diametral entgegen“, erklärt Oberkirchenrat Christoph Stolte, stellvertretender Vorsitzender der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e. V. die ablehnende Haltung der Sozialverbände.

 

Diese „AnKER-Zentren“ bedeuten insbesondere für geflüchtete Familien und deren Kinder sowie unbegleitete minderjährige ausländische Kinder und Jugendliche eine monatelange Abschottung, den Ausschluss von Sprach-, Bildungs- und Regelschulangeboten und insbesondere keinen gesicherten Zugang zu einer Rechtsberatung, die im komplizierten Asylverfahren unerlässlich ist.

 

In den sogenannten Ankunfts-, Entscheidungs- und Rückführungszentren (AnKER-Zentren) sollen schutzsuchende Menschen ohne eine vermeintlich gute Bleibeperspektive bis zu 18 Monate kaserniert werden, Familien und deren Kinder bis zu sechs Monate. Aktuell dürfen Geflüchtete – mit Ausnahme von Menschen aus sogenannten sicheren Herkunftsländern – nicht länger als sechs Monate in einer Landeserstaufnahmeeinrichtung festgehalten werden, bevor sie auf die Kommunen verteilt werden.

Fachtag zum Thema Ausschreibungsverfahren in der Kinder- und Jugendhilfe am 05.06. in Erfurt

Symbolbild Ausschreibungen - FotoliaFachtag für die Mitglieder der örtl. Jugendhilfeausschüsse

 

In der Praxis sorgen Ausschreibungsverfahren immer wieder für Diskussionen. Zunächst muss geklärt werden, was öffentlicher Auftrag im Rahmen des Sozialrechts ist. Wie sieht eine entsprechende Abgrenzung aus, nach der sich die Art der Ausschreibung richtet?  Wie sieht die Gestaltung einer Ausschreibung aus?

 

Fragen über Fragen – und das in einer Zeit, in der nicht ausgeschlossen werden kann, dass

  • durch sehr detaillierte Vorgaben in den Förderbedingungen den Leistungserbringern keine Handlungsoptionen mehr gelassen werden, sondern ihre Arbeit wie bei einer vergaberechtlichen Leistungsbeschreibung einseitig von den Vorstellungen des Kostenträgers bestimmt werden.
  • durch die Gestaltung der Leistungserbringung abgewandelt oder modifiziert Formen des Vergaberechts zur Anwendung kommen.

Diese Fachtagung in Erfurt soll daher helfen, Klarheit und Rechtssicherheit zu schaffen. Der Hauptreferent wird Herr Prof. Martin Kupfrian sein.

 

Dieser Fachtag ist vornehmlich an alle Mitglieder und deren Stellvertreter*innen der örtlichen
Jugendhilfeausschüsse in Thüringen gerichtet. Auch möchten wir ausdrücklich die Jugendamtsleitungen sowie Verwaltungsmitarbeiter*innen zum Fachtag einladen.

 

Hier können Sie den Veranstaltungsflyer herunterladen:

 

 

Fachtag am 28. Februar: Schnittstelle Volljährigkeit Übergangsmanagement für junge Menschen im Rahmen des § 41 SGB VIII

 

Fachtag: Schnittstelle Volljährigkeit Übergangsmanagement für junge Menschen im Rahmen des § 41 SGB VIII am 28.02.2018

Tausende von jungen Menschen leben in Thüringen nicht bei ihren Familien, sondern in den stationären Einrichtungen der Erziehungshilfe. Diese deutschen, syrischen, afghanischen, irakischen und sonstigen Jugendlichen werden natürlich auch volljährig und erleben eine neue biografische Phase. Diese Phase ist sehr häufig geprägt von neuen Heraus- und Anforderungen, an denen die jungen Menschen wachsen – aber auch zerbrechen können. Damit dieser Übergang gelingt, ist ein professionelles Management inklusive Kooperation insbesondere von Erziehungshilfe, Schule, Jugendberufshilfe und sonstigen Institutionen und Professionen notwendig.

Die Träger der freien und öffentlichen Jugendhilfe tragen hier eine ganz besondere Verantwortung.

Wir – dass sind die Träger der freien und öffentlichen Jugendhilfe, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den Einrichtungen die jungen Menschen dabei unterstützen, in Deutschland ihre persönliche, schulische und berufliche Biografie positiv zu entwickeln.

Die überwiegende Mehrheit der jungen Menschen hat sich in den vergangenen Jahren in den Erzie-hungshilfen erfolgreich entwickelt. Damit dieser Weg nicht mit der Volljährigkeit abrupt endet und die jungen Erwachsenen in bedrohliche Parallelge-sellschaften abdriften, hat der Gesetzgeber den § 41 SGB VIII geschaffen, der den Rechtsanspruch (auch) auf erzieherische Hilfen nach dem 18. Geburtstag festschreibt.

Die Umsetzung dieses Rechtsanspruches wird in den Thüringer Landkreisen und kreisfreien Städten sehr unterschiedlich praktiziert.

Nicht selten werden Anträge, trotz Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen, abgelehnt oder nur unzureichende Hilfen gewährt.

Ein professionelles Übergangsmanagement für junge Erwachsene ist nicht nur eine Frage der Haltung, sondern auch der individuellen Hilfeplanung.

Mit diesem Fachtag wollen wir die rechtlichen, konzeptionellen, fachlich-inhaltlichen und strukturellen Rahmenbedingungen beschreiben, diskutie-ren und erläutern, die für eine gelingende und nachhaltige Integration dieser, uns anvertrauten jungen Menschen notwendig sind.

Dazu haben wir Expertinnen und Experten, Praktikerinnen und Praktiker engagiert, die mit Ihnen gemeinsam sich dieser komplexen Thematik im Diskurs annähern.

 

LIGA-Kontakt

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(Eingang Humboldt-Straße)
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Thüringen


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Fachtag "Gut Leben in Thüringen" in Crossen