Inklusion: „Betroffene müssen die Fachleute sein, an deren Vorstellung wir uns orientieren“ * mehr dazu unter Aktuelles ***

„Migration in Thüringen – Aktuelle Herausforderungen in der Sozialen Arbeit“ - Dokumentation zur LIGA Fachtagung vom 06.09.2018

Seit gut zwei Jahren mussten wir erleben, wie der Flüchtlingsschutz Schritt für Schritt zurückgedreht wurde und weiter zurückgedreht wird. Abschottung der EU-Außengrenzen, Aussetzung des Familiennachzugs zu subsidiär Geschützten, konsequente Abschiebung und steigender Rückkehrdruck, beabsichtigte Verlagerung der Prüfung von Asylgesuchen auf Gebiete außerhalb der EU sind nur einige Stichworte der letzten Wochen. Menschenrechte und der Grundgedanke internationaler Solidarität mit Menschen, die vor Krieg und Verfolgung Schutz suchen, werden dadurch zunehmend ausgehöhlt. Gleichzeitig wird aber auch diskutiert, wie sich Migration besser steuern lässt, z.B. durch das Öffnen legaler Zuwanderungswege über Arbeitsmigration.

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Inklusion: „Betroffene müssen die Fachleute sein, an deren Vorstellung wir uns orientieren“

Fachtag des LIGA Projekts „Wie macht man Teilhabe? – Inklusion durch Umbau der Angebote gemeinsam verwirklichen“

 

LIGA Vorsitzender Christoph Stolte

Eine Haltungsänderung, nicht nur Gesetzes- und Strukturänderungen, sind nötig, um den Weg in eine echte inklusive Gesellschaft zu ebnen. Das hat Oberkirchenrat Christoph Stolte, Vorsitzender der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege, bei einem Fachtag der LIGA unter dem Motto „Wie macht man Teilhabe?“ gefordert. Diese Haltungsänderung gegenüber Menschen mit Handicaps ist für ihn zwingende Voraussetzung, damit die Gesellschaft den Betroffenen auf Augenhöhe begegnet und ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. „Betroffene müssen in diesem Prozess die Fachleute sein, an deren Vorstellungen wir uns orientieren müssen“, so Stolte. Das gelte für die Einrichtungen, die  Träger, die Entscheider in der Politik und für die Gesellschaft als Ganzes.

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Fachtag „Wie macht man Teilhabe? – Inklusion durch Umbau der Angebote gemeinsam verwirklichen“

am 16. November 2018 , 09.30 – 16.00 Uhr, Fachhochschule Erfurt

Symbolgrafik - Pflanze in Hand„Wie macht man Teilhabe?“ – Mit der Beantwortung dieser Frage befasst sich seit 2017 ein gleichnamiges LIGA-Projekt. Dabei geht es vor allem darum, Menschen mit Behinderungen aktiv in Veränderungsprozesse einzubinden und ihnen Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben aufzuzeigen. Gemeinsam mit drei Thüringer Modellträgern werden hierfür Modelle entwickelt und erprobt.

Nicht über, sondern mit den Menschen reden

Ambulante und personenzentrierte Angebote zu schaffen und damit Bereiche des stationären Wohnens schrittweise umzustrukturieren, ist ohne die Beteiligung jener Menschen nicht möglich, um die es geht.

Gefördert von der Aktion Mensch Stiftung unterstützt und begleitet das LIGA-Projekt die drei Modellträger in der Angebots- und Organisationsentwicklung. Dabei gehen die Projektmitarbeiter*innen direkt auf die dort lebenden Menschen mit Behinderungen / Beeinträchtigungen zu und bezieht sie in die Diskussionen und Entscheidungen mit ein.

Bei der Projektdurchführung und den strukturellen Weiterentwicklungen der Träger liegt der Fokus immer auf der Beteiligung der Menschen mit Beeinträchtigung. Neue Beteiligungsformen, die Weiterentwicklung der Teilhabeoptionen und die Beteiligung der Menschen mit Beeinträchtigung an der Projektdurchführung, unter anderem durch Fachtage der Menschen mit Beeinträchtigung, machen dieses Projekt einzigartig und richtungsweisend für die zukünftige Ausgestaltung der Eingliederungshilfelandschaft.

Der Blick zurück nach vorn

Verbunden mit großen Erwartungen wurde das LIGA-Projekt „Wie macht man Teilhabe?“ vor einem guten Jahr ins Leben gerufen. Am Freitag, dem 16.11.2018 schaut das Projekt gemeinsam mit den Modellträgern, Partnern und weiteren Interessierten zurück auf dieses letzte Jahr. Über 100 Teilnehmer*innen werden an diesem Tag in der FH Erfurt Zwischenbilanz ziehen sowie über die Ziele und die weiteren Schritte diskutieren.

Hinweise zum „Umgang mit Personalengpässen in der Kindertageseinrichtung“

Der Ausfall von Personal durch Krankmeldungen und Beschäftigungsverbot stellt die Kindertageseinrichtungen immer wieder vor große Herausforderungen. Dies erfordert von Trägern und Leitung ein am Kindeswohl orientiertes bedachtes Vorgehen.
 
Mit dieser Checkliste möchte die LIGA der freien Wohlfahrtspflege eine Unterstützung für den Umgang mit Personalengpässen anbieten. Diese wurde mit den Kommunalen Spitzenverbänden und dem TMBJS abgestimmt und trägt somit konsensualen Charakter.
 
Sollten Ihnen in der praktischen Anwendung Veränderungsbedarfe deutlich werden, sind wir über Ihre Rückmeldung an Ihren Spitzenverband dankbar.
 
Aufbau der Checkliste:
 
  • im ersten Abschnitt werden Grundsätze der Dienstplanung beschrieben, um Personalengpässen vorzubeugen.
  • dem schließt sich ein Verfahren zum Umgang mit Personalengpässen an. Dabei erfolgt im ersten Schritt eine Überprüfung des Personalschlüssels in Bezug zur tatsächlichen Anwesenheit der Kinder.
  • im zweiten Schritt werden Möglichkeiten für eine interne Personalanpassung beschrieben.
  • ab Schritt 3 und 4 werden unter Einbeziehung des Trägers weitere Maßnahmen vorgeschlagen.

LIGA-Kontakt

Arnstädter Straße 50
(Eingang Humboldt-Straße)
99096 Erfurt
Thüringen


Tel:      (0361) 511499-0
Fax:     (0361) 511499-19


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